Um die genauen Daten zu haben habe ich heute nochmal einen Leistungstest (Laktatstufentest und VO2max) im Radlabor in Freiburg gemacht. Eigentlich war der Plan die Leistungsdaten zu haben um Trondheim - Oslo mit dem SRM Powermeter zu steuern. Dadurch, dass aber die Kalibrierung des Teils nicht stimmt ist das hinfällig.
Das sollte mich eigentlich ärgern, ist mir letztlich aber auch egal, denn mit dem falsch kalibrierten Teil habe ich ja auch trainiert, und so ein ganz gutes Gefühl was welche Werte denn bedeuten. SRM hat mir noch ein PC7 als Leihgerät geschickt, so dass ich zumindest alles aufzeichnen kann, und die Werte dann nach der Kalibrierung des Powermeter in der Software korrigieren kann. So kann ich wenigstens sehen, was ich geleistet habe...
Das Ergebnis des Tests war im Prinzip, dass ich jetzt da stehe wo ich fünf Wochen nach dem Ötzi gestanden habe. Für diesen Zeitpunkt der Saison ist das ok. Nach dem Alpenbrevet sollte ich dann hoffentlich deutlich besser dastehen als letztes Jahr. Der Leistungswert an der Schwelle ist minimal geringer, die maximale Sauerstoffaufnahme etwas höher
Laktatstufentest:
Erste Stufe 100 Watt, Steigerung alle 3 Minuten um 20 Watt (entspricht
auch dem vorgeschlagenen Protokoll des Bundes deutscher Radfahrer)
Gewicht: 79,5 kg - Größe 186cm
Leistung an der individuellen anaeroben Schwelle (IAS): 264 Watt (3,32 Watt/kg Körpergewicht)
Herzfrequenz an der IAS: 153/min
Abbruchleistung 350W (4,40 Watt/kg Körpergewicht)
VO2max Test:
4758 ml/min
59,85 ml/min/kg
Dienstag, 21. Juni 2011
Mittwoch, 15. Juni 2011
Gedanken zu Trondheim - Oslo
Die große Kraftprobe, was für ein Name für einen Radmarathon! Natürlich ist der entscheidende körperliche Faktor für dieses Rennen die Ausdauer. Aber bei einer epischen Länge von 540 Kilometern auch die mentale Kraft. Und eben diese wird hier wohl auf die Probe gestellt.
Nach dem Ötztaler Radmarathon letztes Jahr habe ich ein 24 Stunden Rennen als neue Herausforderung ausgeschlossen, weil ich keinen rechten Sinn darin gesehen habe ggf. unter Schlafentzug zu fahren. In 24 Stunden fährt man je nach Höhenprofil wohl so zwischen 500 und 700 Kilometern, die Guten natürlich auch 900 oder mehr.
Bei Trondheim - Oslo liegt die Sache aber anders. Hier ist die Strecke vorgegeben. Es ist also kein Rennen, bei dem man zwangsläufig lange und mit Schlafmangel fährt, im Gegenteil, der Streckenrekord liegt bei deutlich unter 14 Stunden, also ungefähr bei den Zeiten, die die langsamsten Finisher des Ötztaler fahren.
Für einen Freizeitfahrer wie mich, liegen 24 Stunden Rennen und Trondheim - Oslo allerdings möglicherweise recht nah beieinander. Auch wenn ich mir andere Ziele gesetzt habe. Das Ziel lautet die Strecke in 20 Stunden zu fahren. Ich glaube, dass ich das prinzipiell drin habe, muss dann aber die "mentale Kraftprobe" bestehen.
Das Streckenprofil sieht erst mal deutlich einfacher aus, wie z.B. der Ötztaler Radmarathon. Die Steigungen erreichen wohl eher selten den zweistelligen Prozentbereich, wenn überhaupt. Die Angaben vom Veranstalter, dem Organisator meiner Reisegruppe und den Tracks die ich im Web gefunden habe differieren hier etwas.
Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, dass die norwegischen Straßenbauer im Gegensatz zu z.B. den englischen recht fair sind. Außerdem führt die Route hauptsächlich über die E6, also kann man wohl von Steigungen von meist nicht mehr als 6% ausgehen, mit einzelnen kurzen Abschnitten bis um 9%.
Eigentlich heißt das, dass ich mit 34 - 25 als kleinster Übersetzung gut bedient wäre und nicht meine MTB Bergkassette benutzen muss. Andererseits, bin ich noch nie länger wie 240 Kilometer gefahren, vielleicht bin ich bei Kilometer 400 so platt, dass ich für ein 32er Ritzel zur Bezwingung einer 6% Steigung ganz froh bin?
Außerdem würde mir die Bergkassette die Möglichkeit eröffnen im ersten Teil der Strecke, der hauptsächlich berghoch geht die Belastung besser zu kontrollieren. Letztlich kann man eine Distanz von 540 Kilometern nur in der Fettverbrennung überstehen, und die braucht nun mal eine konstant gute Kohlehydratversorgung zur einwandfreien Funktion.
Wenn man also seine Kohlenhydrate am ersten Berg verschießt, wird der Rest hart und man muss sich an einer Verpflegungsstation erholen. Das möchte ich auf jeden Fall vermeiden. Bei langen Distanzen reißt einen jede Pause aus dem Rhythmus und dem "Flow". Die ersten Kilometer nach einer Pause sind oft die härtesten.
Außerdem kosten Pausen natürlich Zeit. Nachdem ich im Training ein bisschen mit dem Long Energy Drink von Sponser experimentiert habe, würde ich am liebsten überhaupt nicht anhalten, sondern aus dem Begleitfahrzeug immer frische Flaschen gereicht bekommen...
In der Realität werden es allerdings wohl mindestens drei Pausen vielleicht mehr sein. Da es bei diesem Event eigentlich immer regnet, zumindest auf Teilen der Strecken, ist ein Satz trockener Klamotten für eine Pause nach etwas mehr als der Hälfte sicherlich eine gute Idee.
Da man ordentlich Kalorien verbraucht ist essen während des Rennens ziemlich wichtig. An der Kurbel werde ich so geschätzt 13000 kj leisten müssen. Der grob geschätzte Grundumsatz von 7600 kj kommt noch dazu. Also ca. 20600 kj die ich durch Nahrung teils ersetzen muss, ein Defizit am Ende ist natürlich egal, aber während des Fahrens muss genug Energie da sein. So gut 4900 Kalorien während des Fahrens zuzuführen ist nicht ganz einfach.
Dabei gehe ich davon aus, dass ich große Teile der Strecke im GA1 und kleinere im GA2 Bereich fahre. Aber natürlich kommt es auch auf die Wetterverhältnisse an. Bei konstantem heftigem Gegenwind, was ja durchaus möglich ist, müsste ich für die gleiche Zielzeit logischerweise erheblich mehr Leistung bringen und würde deutlich mehr Energie verbrauchen, was mehr Energiezufuhr nötig machen würde.
Anyway, Trondheim - Oslo ist kein Ultraausdauer Rennen, dafür ist das Streckenprofil nicht "hart" genug, aber es wird mir eine gute Gelegenheit bieten zu Testen, ob ich überhaupt eine Distanz von über 500 Kilometern am Stück bewältigen kann, wie sich die Kontaktpunkte zum Rad nach einer solchen Distanz anfühlen, und ob mir so etwas prinzipiell Spaß macht. Das könnte die Zielsetzung für die Zukunft natürlich stark beeinflussen.
Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe, und hoffe, dass meine Hände, Füße und Sitzfläche die Aufgabe ohne große Blessuren überstehen. Um die 20 Stunden Marke zu knacken, was für einen Freizeitfahrer definitv eine große Herausforderung ist, muss ich mir einige Zwischenziele und -zeiten setzen, was ohne Erfahrung über die Distanz und ohne Streckenkenntnis nicht ganz einfach ist.
Aber dazu ggf. mehr in einem anderen Blogeintrag. Ich freue mich auf jeden Fall auf dieses Event, denn meine Erinnerungen an das Radfahren in Norwegen und bei den speziellen Lichtbedingungen so hoch im Norden sind geprägt von spektakulären, emotionalen Bildern. Ich hoffe sehr, dass mich diese auch im Rennen, wenn es hart wird immer wieder motivieren und mir diesen Extraschub geben, den man braucht um auch mal über sich hinauszuwachsen.
Nach dem Ötztaler Radmarathon letztes Jahr habe ich ein 24 Stunden Rennen als neue Herausforderung ausgeschlossen, weil ich keinen rechten Sinn darin gesehen habe ggf. unter Schlafentzug zu fahren. In 24 Stunden fährt man je nach Höhenprofil wohl so zwischen 500 und 700 Kilometern, die Guten natürlich auch 900 oder mehr.
Bei Trondheim - Oslo liegt die Sache aber anders. Hier ist die Strecke vorgegeben. Es ist also kein Rennen, bei dem man zwangsläufig lange und mit Schlafmangel fährt, im Gegenteil, der Streckenrekord liegt bei deutlich unter 14 Stunden, also ungefähr bei den Zeiten, die die langsamsten Finisher des Ötztaler fahren.
Für einen Freizeitfahrer wie mich, liegen 24 Stunden Rennen und Trondheim - Oslo allerdings möglicherweise recht nah beieinander. Auch wenn ich mir andere Ziele gesetzt habe. Das Ziel lautet die Strecke in 20 Stunden zu fahren. Ich glaube, dass ich das prinzipiell drin habe, muss dann aber die "mentale Kraftprobe" bestehen.
Das Streckenprofil sieht erst mal deutlich einfacher aus, wie z.B. der Ötztaler Radmarathon. Die Steigungen erreichen wohl eher selten den zweistelligen Prozentbereich, wenn überhaupt. Die Angaben vom Veranstalter, dem Organisator meiner Reisegruppe und den Tracks die ich im Web gefunden habe differieren hier etwas.
Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, dass die norwegischen Straßenbauer im Gegensatz zu z.B. den englischen recht fair sind. Außerdem führt die Route hauptsächlich über die E6, also kann man wohl von Steigungen von meist nicht mehr als 6% ausgehen, mit einzelnen kurzen Abschnitten bis um 9%.
Eigentlich heißt das, dass ich mit 34 - 25 als kleinster Übersetzung gut bedient wäre und nicht meine MTB Bergkassette benutzen muss. Andererseits, bin ich noch nie länger wie 240 Kilometer gefahren, vielleicht bin ich bei Kilometer 400 so platt, dass ich für ein 32er Ritzel zur Bezwingung einer 6% Steigung ganz froh bin?
Außerdem würde mir die Bergkassette die Möglichkeit eröffnen im ersten Teil der Strecke, der hauptsächlich berghoch geht die Belastung besser zu kontrollieren. Letztlich kann man eine Distanz von 540 Kilometern nur in der Fettverbrennung überstehen, und die braucht nun mal eine konstant gute Kohlehydratversorgung zur einwandfreien Funktion.
Wenn man also seine Kohlenhydrate am ersten Berg verschießt, wird der Rest hart und man muss sich an einer Verpflegungsstation erholen. Das möchte ich auf jeden Fall vermeiden. Bei langen Distanzen reißt einen jede Pause aus dem Rhythmus und dem "Flow". Die ersten Kilometer nach einer Pause sind oft die härtesten.
Außerdem kosten Pausen natürlich Zeit. Nachdem ich im Training ein bisschen mit dem Long Energy Drink von Sponser experimentiert habe, würde ich am liebsten überhaupt nicht anhalten, sondern aus dem Begleitfahrzeug immer frische Flaschen gereicht bekommen...
In der Realität werden es allerdings wohl mindestens drei Pausen vielleicht mehr sein. Da es bei diesem Event eigentlich immer regnet, zumindest auf Teilen der Strecken, ist ein Satz trockener Klamotten für eine Pause nach etwas mehr als der Hälfte sicherlich eine gute Idee.
Da man ordentlich Kalorien verbraucht ist essen während des Rennens ziemlich wichtig. An der Kurbel werde ich so geschätzt 13000 kj leisten müssen. Der grob geschätzte Grundumsatz von 7600 kj kommt noch dazu. Also ca. 20600 kj die ich durch Nahrung teils ersetzen muss, ein Defizit am Ende ist natürlich egal, aber während des Fahrens muss genug Energie da sein. So gut 4900 Kalorien während des Fahrens zuzuführen ist nicht ganz einfach.
Dabei gehe ich davon aus, dass ich große Teile der Strecke im GA1 und kleinere im GA2 Bereich fahre. Aber natürlich kommt es auch auf die Wetterverhältnisse an. Bei konstantem heftigem Gegenwind, was ja durchaus möglich ist, müsste ich für die gleiche Zielzeit logischerweise erheblich mehr Leistung bringen und würde deutlich mehr Energie verbrauchen, was mehr Energiezufuhr nötig machen würde.
Anyway, Trondheim - Oslo ist kein Ultraausdauer Rennen, dafür ist das Streckenprofil nicht "hart" genug, aber es wird mir eine gute Gelegenheit bieten zu Testen, ob ich überhaupt eine Distanz von über 500 Kilometern am Stück bewältigen kann, wie sich die Kontaktpunkte zum Rad nach einer solchen Distanz anfühlen, und ob mir so etwas prinzipiell Spaß macht. Das könnte die Zielsetzung für die Zukunft natürlich stark beeinflussen.
Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe, und hoffe, dass meine Hände, Füße und Sitzfläche die Aufgabe ohne große Blessuren überstehen. Um die 20 Stunden Marke zu knacken, was für einen Freizeitfahrer definitv eine große Herausforderung ist, muss ich mir einige Zwischenziele und -zeiten setzen, was ohne Erfahrung über die Distanz und ohne Streckenkenntnis nicht ganz einfach ist.
Aber dazu ggf. mehr in einem anderen Blogeintrag. Ich freue mich auf jeden Fall auf dieses Event, denn meine Erinnerungen an das Radfahren in Norwegen und bei den speziellen Lichtbedingungen so hoch im Norden sind geprägt von spektakulären, emotionalen Bildern. Ich hoffe sehr, dass mich diese auch im Rennen, wenn es hart wird immer wieder motivieren und mir diesen Extraschub geben, den man braucht um auch mal über sich hinauszuwachsen.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Fazit Glocknerkönig 2011
Nachdem die erste Enttäuschung überwunden ist, versuche ich erst einmal das Positive zu sehen.
Da wäre zunächst die Tatsache, dass ich mich prinzipiell gegenüber letztem Jahr verbessert habe. D.h. auf die Verletzung in der Vorbereitung konnte ich mit der Trainingsplanung noch reagieren. Prinzipiell geht das Training auch wohl nicht in die falsche Richtung.
Da der Glocknerkönig ja auch eher Teil des Trainings ist, und nicht etwas das Ziel, bin ich mit dem Ergebnis letztlich doch ganz zu zufrieden.
Außerdem bietet sich die Möglichkeit aus den gemachten Fehlern zu lernen. Da wäre zum einen die mentale Vorbereitung, Einstimmung auf das Rennen. Für mich macht es eindeutig Sinn nicht zu spät zum Start zu gehen. Das Warten auf den Startschuss kann ich einerseits genießen, so dass ich mich entspannen kann um entsprechend locker zu starten, andererseits brauche ich die Zeit um Spannung aufzubauen, so dass ich gleich vollkonzentriert und fokusiert vom Start weg fahren kann. (Klingt wie ein Widerspruch, ist aber keiner)
Das Ziel war zwar richtig gesetzt, aber ich habe nicht so richtig daran geglaubt. D.h. beim nächsten mal muss ich das gesteckte Ziel konsequenter, bzw. kämpferischer verfolgen, und dabei eben das Risiko eingehen etwas zu überziehen. Gerade auf einer so kurzen Strecke (Länge in Km und auch zeitlich) muss man anfangs mehr draufhalten.
Verkehrsinseln einprägen! Obwohl ich die Strecke ja sehr gut kenne, hatte ich die zwei Verkehrsinseln nicht im Kopf. Im Pulk können die extrem gefährlich sein, wenn die ganze Straße genutzt wird. Also bei der Streckenbesichtigung diese Punkte einprägen, und im Rennen bei Fahrten im Pulk eben auch beachten...
Gewicht ist am Berg extrem wichtig. Das zeigt die Analyse der Leistungsdaten ganz drastisch. Nächstes mal tuts auch die 750ml Flasche. (An der Pifkar Labstation versuchen Wasser zu bekommen statt des widerlich süßen Tees!) Das Fahrrad und Kleidung ist viel, viel zu schwer. Hier müssen noch zwei Kilo runter. Außerdem sollte mein Zielgewicht für einen ernsthaft gefahrenen Glocknerkönig so 77kg sein. Das Systemgewicht sollte somit unter 90 kg betragen.
Dafür müsste ich dann aber den Kleiderservice nutzen, um oben warme Klamotten zu haben, für das Kaiserschmarrn essen und vor allem für die Abfahrt.
Das Wichtigste aber, was ich aus dem diesjährigen Glocknerkönig gelernt habe, ist die Tatsache, dass Leistungsmessung am Fahrrad nicht so einfach funktioniert wie Geschwindigkeitsmessung. Die Kalibrierung der SRM Kurbel muss in kurzen Abständen regelmäßig geprüft werden, die Daten die der Garmin liefert geflissentlich ignorieren, allein die SRM Daten des Powercontrol haben aussagekraft. Ein PC7 ist eine notwendige Aufrüstung. Nicht nur wegen des Akkus.
Außerdem sollte ich die Ideen, die nach der Saison bezüglich des Fahrrades kommen sofort umsetzen, und nicht erst wie dieses Jahr den Winter abwarten, um dann zu denken geht ja auch so, um dann, wenn es wieder ernst wird festzustellen, dass ich es doch ändern will...
Da wäre zunächst die Tatsache, dass ich mich prinzipiell gegenüber letztem Jahr verbessert habe. D.h. auf die Verletzung in der Vorbereitung konnte ich mit der Trainingsplanung noch reagieren. Prinzipiell geht das Training auch wohl nicht in die falsche Richtung.
Da der Glocknerkönig ja auch eher Teil des Trainings ist, und nicht etwas das Ziel, bin ich mit dem Ergebnis letztlich doch ganz zu zufrieden.
Außerdem bietet sich die Möglichkeit aus den gemachten Fehlern zu lernen. Da wäre zum einen die mentale Vorbereitung, Einstimmung auf das Rennen. Für mich macht es eindeutig Sinn nicht zu spät zum Start zu gehen. Das Warten auf den Startschuss kann ich einerseits genießen, so dass ich mich entspannen kann um entsprechend locker zu starten, andererseits brauche ich die Zeit um Spannung aufzubauen, so dass ich gleich vollkonzentriert und fokusiert vom Start weg fahren kann. (Klingt wie ein Widerspruch, ist aber keiner)
Das Ziel war zwar richtig gesetzt, aber ich habe nicht so richtig daran geglaubt. D.h. beim nächsten mal muss ich das gesteckte Ziel konsequenter, bzw. kämpferischer verfolgen, und dabei eben das Risiko eingehen etwas zu überziehen. Gerade auf einer so kurzen Strecke (Länge in Km und auch zeitlich) muss man anfangs mehr draufhalten.
Verkehrsinseln einprägen! Obwohl ich die Strecke ja sehr gut kenne, hatte ich die zwei Verkehrsinseln nicht im Kopf. Im Pulk können die extrem gefährlich sein, wenn die ganze Straße genutzt wird. Also bei der Streckenbesichtigung diese Punkte einprägen, und im Rennen bei Fahrten im Pulk eben auch beachten...
Gewicht ist am Berg extrem wichtig. Das zeigt die Analyse der Leistungsdaten ganz drastisch. Nächstes mal tuts auch die 750ml Flasche. (An der Pifkar Labstation versuchen Wasser zu bekommen statt des widerlich süßen Tees!) Das Fahrrad und Kleidung ist viel, viel zu schwer. Hier müssen noch zwei Kilo runter. Außerdem sollte mein Zielgewicht für einen ernsthaft gefahrenen Glocknerkönig so 77kg sein. Das Systemgewicht sollte somit unter 90 kg betragen.
Dafür müsste ich dann aber den Kleiderservice nutzen, um oben warme Klamotten zu haben, für das Kaiserschmarrn essen und vor allem für die Abfahrt.
Das Wichtigste aber, was ich aus dem diesjährigen Glocknerkönig gelernt habe, ist die Tatsache, dass Leistungsmessung am Fahrrad nicht so einfach funktioniert wie Geschwindigkeitsmessung. Die Kalibrierung der SRM Kurbel muss in kurzen Abständen regelmäßig geprüft werden, die Daten die der Garmin liefert geflissentlich ignorieren, allein die SRM Daten des Powercontrol haben aussagekraft. Ein PC7 ist eine notwendige Aufrüstung. Nicht nur wegen des Akkus.
Außerdem sollte ich die Ideen, die nach der Saison bezüglich des Fahrrades kommen sofort umsetzen, und nicht erst wie dieses Jahr den Winter abwarten, um dann zu denken geht ja auch so, um dann, wenn es wieder ernst wird festzustellen, dass ich es doch ändern will...
Montag, 6. Juni 2011
Statistik Glocknerkönig 2011
Glocknerkoenig Classic Strecke
Kilometer: 27 km
Zeit: 1:48:38,2h
Schnitt: 14,912 km/h
Höhenmeter:
Durchschnittliche Temperatur: 15°C
Rückstand auf den Sieger: 32.39,7 min
Rang Overall Classic: 448 (von 2322)
Rang Overall Classic Herren: 435 (von 2106)
Rang Altersklasse H4: 133 (von 746 )
Durchschnittliche Leistung an der Kurbel (SRM): 256 Watt
Normalisierte Leistung nach TrainingPeaks: 262 Watt
Durchschnittliche Herzfrequenz: 164 bpm
Zwischenzeit Mautstation Ferleiten
Zeit: 00:34.26 h
Rang Overall Classic: 576
Rang Overall Classic Herren:556
Rang Altersklasse H4: 185
Durchschnittliche Leistung an der Kurbel (SRM): 243 Watt
Durchschnittliche Herzfrequenz: 161 bpm
Zeit Mautstation bis Ziel
Zeit: 1:14.11 h
Rang Overall Classic: 410
Rang Overall Classic Herren: 397
Rang Altersklasse H4: 121
Durchschnittliche Leistung an der Kurbel (SRM): 262 Watt
Durchschnittliche Herzfrequenz: 166 bpm
Fahrrad: Specialized Roubaix Pro 2010 mit Citec 3000s Aero Laufrädern und SRM Kurbel
kleinste Übersetzung: 34 - 32 = 2,27m
Gewicht: ca. 10 kg inkl. Trinkflasche und Radcomputer und Transponder
Systemgewicht inkl. Fahrer (80,5kg + 3kg Kleidung) ca. 93,5 kg
Kilometer: 27 km
Zeit: 1:48:38,2h
Schnitt: 14,912 km/h
Höhenmeter:
Durchschnittliche Temperatur: 15°C
Rückstand auf den Sieger: 32.39,7 min
Rang Overall Classic: 448 (von 2322)
Rang Overall Classic Herren: 435 (von 2106)
Rang Altersklasse H4: 133 (von 746 )
Durchschnittliche Leistung an der Kurbel (SRM): 256 Watt
Normalisierte Leistung nach TrainingPeaks: 262 Watt
Durchschnittliche Herzfrequenz: 164 bpm
Zwischenzeit Mautstation Ferleiten
Zeit: 00:34.26 h
Rang Overall Classic: 576
Rang Overall Classic Herren:556
Rang Altersklasse H4: 185
Durchschnittliche Leistung an der Kurbel (SRM): 243 Watt
Durchschnittliche Herzfrequenz: 161 bpm
Zeit Mautstation bis Ziel
Zeit: 1:14.11 h
Rang Overall Classic: 410
Rang Overall Classic Herren: 397
Rang Altersklasse H4: 121
Durchschnittliche Leistung an der Kurbel (SRM): 262 Watt
Durchschnittliche Herzfrequenz: 166 bpm
Fahrrad: Specialized Roubaix Pro 2010 mit Citec 3000s Aero Laufrädern und SRM Kurbel
kleinste Übersetzung: 34 - 32 = 2,27m
Gewicht: ca. 10 kg inkl. Trinkflasche und Radcomputer und Transponder
Systemgewicht inkl. Fahrer (80,5kg + 3kg Kleidung) ca. 93,5 kg
Sonntag, 5. Juni 2011
Glocknerkönig 2011 das Rennen
Dieses mal werde ich nicht mitten in der Nacht wach, sondern erst um fünf Uhr. Eigentlich perfekt zum Rennen. Da ich gestern noch erfahren habe, dass meine 2000er Startnummer auch tatsächlich für den Startblock zwei gilt, kann ich mich nochmal rumdrehen und etwas vor mich hin dösen, denn ich kann spät zum Start gehen.
Irgendwie fehlt mir etwas die Spannung vom letzten Jahr. Und gleichzeitig die Lockerheit. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber mir fehlt dieser Enthusiasmus vom ersten Mal. Dabei habe ich mich schon auf dieses Wochenende gefreut, und mich eigentlich im Rahmen der Umstände noch ganz ordentlich vorbereitet.
Ich versuche das konsequent weiter umzusetzen, und nach dem Frühstück versuche ich mich ein bischen zu pushen. Um zwanzig vor fahre ich mich noch etwas warm. Das fühlt sich nicht so gut an. Ich kriege die Maschine nicht so recht in Schwung. Fahre aber trotzdem so wie ich es mir vorgenommen habe und gehe dann so zehn vor sieben zum Start.
Ich hatte das zunächst als Vorteil gedeutet so spät zum Start gehen zu können, aber eigentlich geht es mir dann viel zu schnell. Letztes Jahr hier und auch beim Ötztaler habe ich die Wartezeit wirklich genossen. Man kann etwas mit den anderen quatschen, sich die ganzen Räder anschauen und es baut sich immer mehr Spannung auf.
Hier in Startblock zwei bin ich bis auf einen weiteren Fahrer der einzige mit unrasierten Beinen. Alle gucken ganz ernst und scheinen sich ordentlich was vorgenommen zu haben. Ich habe mir ja auch was vorgenommen, das war aber vielleicht ein bisschen vorlaut mit der ersten Startgruppe, bzw. der Qualizeit für die erste Startgruppe von 1:45 h.
Das Fahrrad habe ich abgespeckt wo es nur geht, d.h. kein Ersatzschlauch, keine Luftpumpe, kein Flickzeug, keine Triatasche am Oberlenker, nur ein Flaschenhalter, nur eine Flasche (aber 1 Liter). Damit komme ich inkl. Computer ziemlich genau auf 10kg. Viel zu schwer. Wie gut, dass das neue Fahrrad schon in Arbeit ist.
Auch bei den Klamotten wird gespart, keine Mütze für die Abfahrt, nur eine dünne Windjacke, keine langen Handschuhe, keine Beinlinge. Oben und bei der Abfahrt werde ich ganz schön frieren. Ist mir aber egal, ich will ja die 1:45 h angreifen.
Also nochmal irgendwie pushen, Spannung aufbauen, hoffentlich spielen die Hells Bells... Aber wie gesagt, die Zeit bis zum Start ist recht kurz. Mein Puls ist bei 108, letztes Jahr war er bei 78, kein gutes Vorzeichen. Aber dann kommt vom Sprecher groß angekündigt "Die Glocken von Bruck" von AC/DC, und schon setzt sich das Feld in Bewegung. Die ersten Meter am Start mit Hells Bells sind einfach geil, und ich versuche so viel Kraft daraus zu ziehen wie möglich.
Und dann schießt das Feld auch schon los. Diesmal will ich gleich an den richtigen Gruppen dranbleiben. Das klappt anfangs mal und mal nicht, dann aber immer besser. Zwischendurch habe ich sogar das Gefühl zu wenig Watt zu treten, als ich mich in einer größeren Gruppe eingerichtet habe. Von der Geschwindigkeit, die bis 45 km/h reicht ist aber eigentlich alles im Lot um die angestrebte 0:34 h bis zur Mautstation zu erreichen.
An einem Fahrbahnteiler bricht die große Gruppe auf, und zwei vor mir sehen das Ding gerade noch rechtzeitig, beim zweiten Fahrbahnteiler scheint es aber hinter uns zu krachen, denn ich höre einen schreien, und hinter uns ist am Bärenwerk eine recht große Lücke. Hoffentlich hat er sich nix ernsthaftes getan. Beim Ötzi waren solche Stellen vorbildlich abgesichert, wäre hier vielleicht auch ganz clever, vor allem da es ja nur zwei Stück sind.
So komme ich aber ganz gut bis in die Steigung hinein. Auch wenn es sich nicht so spektakulär anfühlt wie letztes Jahr, komme ich ganz gut voran. Auch heuer bewege ich mich schon ganz gut durch das Feld, so dass ich immer Hinterräder habe die ich anvisieren kann.
Es ist genauso wie bei den bisherigen Rennen, die Landschaft nimmt man kaum wahr, nur das eigene Vorderrad und die anderen Fahrer liegen im Blickfeld. Dadurch vergeht die Zeit viel schneller. Noch immer fühle ich mich nicht so gut wie letztes Jahr, sehe aber auch ein, dass das heute nicht mehr der Fall sein wird. Immerhin habe ich das Gefühl, dass das Tempo stimmt, und die Beine zumindest ihren Job machen, sie müssen ja nicht tanzen und singen dabei.
Fotos mache ich keine, denn das bringt einen schon aus dem Rhythmus, und das will ich heute vermeiden. Als die Steigung abflacht erwarte ich zwar schon etwas zu früh die Mautstation, aber insgesamt passt es grob mit der Zeit. Der Computer sagt 0:34:21 h, also etwas über den anvisierten 34 Minuten, aber lieber hier unten nicht überzogen, auf dem folgenden Streckenabschnitt gibt es mehr als genug Gelegenheit die gesparten Körner einzusetzen.
Auch auf dem nächsten Teil geht es zunächst ganz gut. Mein Gefühl schwankt immer zwischen "eigentlich geht es ja ganz gut", "irgendwie fehlt mir die mentale Energie vom letzen Mal" "1:45 könnte gehen" und "2:10 sind auch ok".
Letzter Gedanke bekommt umso mehr die Überhand, je höher ich komme. Nicht weil die Beine schlapp machen, sondern weil ich das Gefühl habe, es wird knapp mit der Zeit. Die Kilometer rinnen aber nicht langsam dahin, ich achte nicht mal auf die Kilometersteine, und auch bei der kleinen Verpflegungsstelle Pifkar denke ich noch "schon da?". (Ich nehme mir einen Tee, der aber nicht so gut ankommt. So schmeiße ich die hälfte Weg. In der Trinkflasche ist auch noch genug.) Allerdings erwarte ich die steile Steigung am unteren Nassfeld, und dass Fuscher Törl ist lange noch nicht zu sehen.
An der Mautstation hatte ich ein halbes Gel genommen. Da ich keine Triatasche dabei habe, steckt alles inkl. Handy und Verpflegung im Trikot. Zum Glück sind die Geltuben wiederverschließbar. Dumm nur, dass das mit dem wiederverschließen beim zweiten Gel, dass ich jetzt nehme nicht so klappt. Noch während der Fahrt merke ich wie die Soßé ausläuft und alles verklebt. Na super! Es lebe der Riegel. (Die Verpackungen einfach wegschmeißen finde ich assig)
Kurz bevor am unteren Nassfeld nochmal ein richtig steiles Stück kommt bläst uns heftiger Wind entgegen. Den braucht man am Berg nun mal überhaupt nicht. Allerdings schiebt der Wind an dem Steilstück von hinten. Passt ja perfekt.
In den folgenden Abschnitten muss man dafür aber wieder mit Gegenwind bezahlen. Ich merke, dass es mit der Zeit nicht reichen wird. Ich rechne mir keine Chance aus die 1:45 zu knacken, ich bin nicht mal sicher, dass ich die Vorjahreszeit bestätigen kann, bin mir aber sicher unter zwei Stunden zu fahren.
Eigentlich gehen die Beine noch ganz gut, und als die letzten zwei Serpentinen kommen versuche ich nochmal mehr zu geben. Trotz des nervigen Windes geht es sogar. Die letzte Kurve zur Zielgeraden, irgendwie fühlt es sich verdammt anstrengend an, aber es nutzt nix. Auf der Zielgeraden gebe ich wirklich nochmal Feurer, doch die Uhr zeigt 1:49:nochwas an, der Computer 1:48:nochwas, letzteres wird wohl stimmen. Aber ich habe mein Ziel nicht erreicht. Kein Glücksgefühl strömt durch meinen Körper. Die letzten Meter haben mich schon fertig gemacht, aber ich merke sofort, dass die 1:45 drin gewesen wäre, ich aber schlicht nicht so über mich hinauswachsen konnte wie letztes Jahr. Reine Kopfsache. Ich habe kaum Durst, allerdings bläst der Wind so kalt, dass ich den warmen, süßen Tee den man mir reicht gerne annehme.
Die Enttäuschung ist groß. Nicht, dass es knapp gewesen wäre, es ist schlicht das Gefühl, nicht genug gekämpft zu haben, ich hätte viel früher anziehen müssen, mich gegen den Körper durchsetzen sollen. Jetzt fühle ich mich nicht als hätte ich hundert Prozent gegeben, es fühlt sich eher an wie nach einem intensiven Training, nicht wie nach einem Rennen.
Zur Strafe würde ich am liebsten zehn mal die Edelweißspitze hochfahren. Stattdessen hole ich mir einen Kaiserschmarrn. Aber nicht mal der schmeckt mir heute, auch die herrliche Aussicht auf die lange Schlange von Radlern, die sich den Berg hochwindet kann ich nicht genießen. Abgesehen davon ist es bitter kalt durch den Wind und die Tatsache, dass ich sämtliche wärmenden Klamotten im Hotel gelassen habe. (Nächstes Jahr nehme ich den Kleidersacktransportservice in Anspruch...)
So fahre ich gleich wieder ab, und kann immerhin noch feststellen, dass die neuen Laufräder sehr steif sind und viel Sicherheit vermitteln. Viel schneller als 68 km/h fahre ich aber eh nicht, da ja noch viele Teilnehmer nach oben unterwegs sind, und man dementsprechend vorsichtig fahren muss.
Da meine Beine sich überhaupt nicht ausgelastet fühlen, fahre ich im flachen Teil ein Zeitfahren mit gut 350 Watt über weite Strecken. Hätte ich diese Körner mal im Anstieg verschossen...
Im Hotel angekommen, geht es erst mal ins Bett. Vorher versuche ich noch mein Handy vom Gel zu befreien, was zur Stilllegung desselben führt. Hoffentlich trocknet das Ding wieder, schließlich sind die einzigen Bilder die ich gemacht habe darauf.
Nach einem kleinen Regenerationsschlaf gibt es ein bisschen was zu essen und ich gebe den Transponder ab. Ein kurzer Blick auf die Ergebnisliste zeigt Rang 435 mit 1:48:34 h. Ich versuche mich darüber zu freuen , dass ich meine Zeit verbessert habe. Allerdings schockiert dann der erst Blick auf die Radcomputerdaten, der deutlich niedrigere Werte als letztes Jahr anzeigt. Allerdings hätte ich mich, wenn ich tatsächlich schwächer gefahren wäre wie letztes Jahr, bei deutlich mehr Teilnehmern nicht in der Position verbessern können, das ist statistisch völlig unwahrscheinlich. Auch das eine Kilo Fahrradgewicht kann nicht so große Auswirkung gehabt haben. Nach einer weiteren Analysem mit der SRM Software stellt sich allerdings heraus, dass der Garmin Schrott anzeigt oder der Powermeter nach der Kalibrierung andere Werte als vorher. Beides extrem unbefriedigend. Noch dazu hatte der SRM Aussetzer bei der Geschwindigkeitsmessung. Elend teuerer Schrott, das einzige was mir dazu einfällt.
Um mich etwas in Stimmung zu bringen und die unausgelasteten Beine zu vertreten fahre ich noch eine Runde um den Zeller See. Die spektakuläre, postkartenschöne Landschaft bringt mich wieder etwas besser drauf.
Aber Fazit bleibt, mit dem Kampfgeist wird Trondheim - Oslo zur Tortur...
Irgendwie fehlt mir etwas die Spannung vom letzten Jahr. Und gleichzeitig die Lockerheit. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber mir fehlt dieser Enthusiasmus vom ersten Mal. Dabei habe ich mich schon auf dieses Wochenende gefreut, und mich eigentlich im Rahmen der Umstände noch ganz ordentlich vorbereitet.
Ich versuche das konsequent weiter umzusetzen, und nach dem Frühstück versuche ich mich ein bischen zu pushen. Um zwanzig vor fahre ich mich noch etwas warm. Das fühlt sich nicht so gut an. Ich kriege die Maschine nicht so recht in Schwung. Fahre aber trotzdem so wie ich es mir vorgenommen habe und gehe dann so zehn vor sieben zum Start.
Ich hatte das zunächst als Vorteil gedeutet so spät zum Start gehen zu können, aber eigentlich geht es mir dann viel zu schnell. Letztes Jahr hier und auch beim Ötztaler habe ich die Wartezeit wirklich genossen. Man kann etwas mit den anderen quatschen, sich die ganzen Räder anschauen und es baut sich immer mehr Spannung auf.
Hier in Startblock zwei bin ich bis auf einen weiteren Fahrer der einzige mit unrasierten Beinen. Alle gucken ganz ernst und scheinen sich ordentlich was vorgenommen zu haben. Ich habe mir ja auch was vorgenommen, das war aber vielleicht ein bisschen vorlaut mit der ersten Startgruppe, bzw. der Qualizeit für die erste Startgruppe von 1:45 h.
Das Fahrrad habe ich abgespeckt wo es nur geht, d.h. kein Ersatzschlauch, keine Luftpumpe, kein Flickzeug, keine Triatasche am Oberlenker, nur ein Flaschenhalter, nur eine Flasche (aber 1 Liter). Damit komme ich inkl. Computer ziemlich genau auf 10kg. Viel zu schwer. Wie gut, dass das neue Fahrrad schon in Arbeit ist.
Auch bei den Klamotten wird gespart, keine Mütze für die Abfahrt, nur eine dünne Windjacke, keine langen Handschuhe, keine Beinlinge. Oben und bei der Abfahrt werde ich ganz schön frieren. Ist mir aber egal, ich will ja die 1:45 h angreifen.
Also nochmal irgendwie pushen, Spannung aufbauen, hoffentlich spielen die Hells Bells... Aber wie gesagt, die Zeit bis zum Start ist recht kurz. Mein Puls ist bei 108, letztes Jahr war er bei 78, kein gutes Vorzeichen. Aber dann kommt vom Sprecher groß angekündigt "Die Glocken von Bruck" von AC/DC, und schon setzt sich das Feld in Bewegung. Die ersten Meter am Start mit Hells Bells sind einfach geil, und ich versuche so viel Kraft daraus zu ziehen wie möglich.
Und dann schießt das Feld auch schon los. Diesmal will ich gleich an den richtigen Gruppen dranbleiben. Das klappt anfangs mal und mal nicht, dann aber immer besser. Zwischendurch habe ich sogar das Gefühl zu wenig Watt zu treten, als ich mich in einer größeren Gruppe eingerichtet habe. Von der Geschwindigkeit, die bis 45 km/h reicht ist aber eigentlich alles im Lot um die angestrebte 0:34 h bis zur Mautstation zu erreichen.
An einem Fahrbahnteiler bricht die große Gruppe auf, und zwei vor mir sehen das Ding gerade noch rechtzeitig, beim zweiten Fahrbahnteiler scheint es aber hinter uns zu krachen, denn ich höre einen schreien, und hinter uns ist am Bärenwerk eine recht große Lücke. Hoffentlich hat er sich nix ernsthaftes getan. Beim Ötzi waren solche Stellen vorbildlich abgesichert, wäre hier vielleicht auch ganz clever, vor allem da es ja nur zwei Stück sind.
So komme ich aber ganz gut bis in die Steigung hinein. Auch wenn es sich nicht so spektakulär anfühlt wie letztes Jahr, komme ich ganz gut voran. Auch heuer bewege ich mich schon ganz gut durch das Feld, so dass ich immer Hinterräder habe die ich anvisieren kann.
Es ist genauso wie bei den bisherigen Rennen, die Landschaft nimmt man kaum wahr, nur das eigene Vorderrad und die anderen Fahrer liegen im Blickfeld. Dadurch vergeht die Zeit viel schneller. Noch immer fühle ich mich nicht so gut wie letztes Jahr, sehe aber auch ein, dass das heute nicht mehr der Fall sein wird. Immerhin habe ich das Gefühl, dass das Tempo stimmt, und die Beine zumindest ihren Job machen, sie müssen ja nicht tanzen und singen dabei.
Fotos mache ich keine, denn das bringt einen schon aus dem Rhythmus, und das will ich heute vermeiden. Als die Steigung abflacht erwarte ich zwar schon etwas zu früh die Mautstation, aber insgesamt passt es grob mit der Zeit. Der Computer sagt 0:34:21 h, also etwas über den anvisierten 34 Minuten, aber lieber hier unten nicht überzogen, auf dem folgenden Streckenabschnitt gibt es mehr als genug Gelegenheit die gesparten Körner einzusetzen.
Auch auf dem nächsten Teil geht es zunächst ganz gut. Mein Gefühl schwankt immer zwischen "eigentlich geht es ja ganz gut", "irgendwie fehlt mir die mentale Energie vom letzen Mal" "1:45 könnte gehen" und "2:10 sind auch ok".
Letzter Gedanke bekommt umso mehr die Überhand, je höher ich komme. Nicht weil die Beine schlapp machen, sondern weil ich das Gefühl habe, es wird knapp mit der Zeit. Die Kilometer rinnen aber nicht langsam dahin, ich achte nicht mal auf die Kilometersteine, und auch bei der kleinen Verpflegungsstelle Pifkar denke ich noch "schon da?". (Ich nehme mir einen Tee, der aber nicht so gut ankommt. So schmeiße ich die hälfte Weg. In der Trinkflasche ist auch noch genug.) Allerdings erwarte ich die steile Steigung am unteren Nassfeld, und dass Fuscher Törl ist lange noch nicht zu sehen.
An der Mautstation hatte ich ein halbes Gel genommen. Da ich keine Triatasche dabei habe, steckt alles inkl. Handy und Verpflegung im Trikot. Zum Glück sind die Geltuben wiederverschließbar. Dumm nur, dass das mit dem wiederverschließen beim zweiten Gel, dass ich jetzt nehme nicht so klappt. Noch während der Fahrt merke ich wie die Soßé ausläuft und alles verklebt. Na super! Es lebe der Riegel. (Die Verpackungen einfach wegschmeißen finde ich assig)
Kurz bevor am unteren Nassfeld nochmal ein richtig steiles Stück kommt bläst uns heftiger Wind entgegen. Den braucht man am Berg nun mal überhaupt nicht. Allerdings schiebt der Wind an dem Steilstück von hinten. Passt ja perfekt.
In den folgenden Abschnitten muss man dafür aber wieder mit Gegenwind bezahlen. Ich merke, dass es mit der Zeit nicht reichen wird. Ich rechne mir keine Chance aus die 1:45 zu knacken, ich bin nicht mal sicher, dass ich die Vorjahreszeit bestätigen kann, bin mir aber sicher unter zwei Stunden zu fahren.
Eigentlich gehen die Beine noch ganz gut, und als die letzten zwei Serpentinen kommen versuche ich nochmal mehr zu geben. Trotz des nervigen Windes geht es sogar. Die letzte Kurve zur Zielgeraden, irgendwie fühlt es sich verdammt anstrengend an, aber es nutzt nix. Auf der Zielgeraden gebe ich wirklich nochmal Feurer, doch die Uhr zeigt 1:49:nochwas an, der Computer 1:48:nochwas, letzteres wird wohl stimmen. Aber ich habe mein Ziel nicht erreicht. Kein Glücksgefühl strömt durch meinen Körper. Die letzten Meter haben mich schon fertig gemacht, aber ich merke sofort, dass die 1:45 drin gewesen wäre, ich aber schlicht nicht so über mich hinauswachsen konnte wie letztes Jahr. Reine Kopfsache. Ich habe kaum Durst, allerdings bläst der Wind so kalt, dass ich den warmen, süßen Tee den man mir reicht gerne annehme.
Die Enttäuschung ist groß. Nicht, dass es knapp gewesen wäre, es ist schlicht das Gefühl, nicht genug gekämpft zu haben, ich hätte viel früher anziehen müssen, mich gegen den Körper durchsetzen sollen. Jetzt fühle ich mich nicht als hätte ich hundert Prozent gegeben, es fühlt sich eher an wie nach einem intensiven Training, nicht wie nach einem Rennen.
Zur Strafe würde ich am liebsten zehn mal die Edelweißspitze hochfahren. Stattdessen hole ich mir einen Kaiserschmarrn. Aber nicht mal der schmeckt mir heute, auch die herrliche Aussicht auf die lange Schlange von Radlern, die sich den Berg hochwindet kann ich nicht genießen. Abgesehen davon ist es bitter kalt durch den Wind und die Tatsache, dass ich sämtliche wärmenden Klamotten im Hotel gelassen habe. (Nächstes Jahr nehme ich den Kleidersacktransportservice in Anspruch...)
So fahre ich gleich wieder ab, und kann immerhin noch feststellen, dass die neuen Laufräder sehr steif sind und viel Sicherheit vermitteln. Viel schneller als 68 km/h fahre ich aber eh nicht, da ja noch viele Teilnehmer nach oben unterwegs sind, und man dementsprechend vorsichtig fahren muss.
Da meine Beine sich überhaupt nicht ausgelastet fühlen, fahre ich im flachen Teil ein Zeitfahren mit gut 350 Watt über weite Strecken. Hätte ich diese Körner mal im Anstieg verschossen...
Im Hotel angekommen, geht es erst mal ins Bett. Vorher versuche ich noch mein Handy vom Gel zu befreien, was zur Stilllegung desselben führt. Hoffentlich trocknet das Ding wieder, schließlich sind die einzigen Bilder die ich gemacht habe darauf.
Nach einem kleinen Regenerationsschlaf gibt es ein bisschen was zu essen und ich gebe den Transponder ab. Ein kurzer Blick auf die Ergebnisliste zeigt Rang 435 mit 1:48:34 h. Ich versuche mich darüber zu freuen , dass ich meine Zeit verbessert habe. Allerdings schockiert dann der erst Blick auf die Radcomputerdaten, der deutlich niedrigere Werte als letztes Jahr anzeigt. Allerdings hätte ich mich, wenn ich tatsächlich schwächer gefahren wäre wie letztes Jahr, bei deutlich mehr Teilnehmern nicht in der Position verbessern können, das ist statistisch völlig unwahrscheinlich. Auch das eine Kilo Fahrradgewicht kann nicht so große Auswirkung gehabt haben. Nach einer weiteren Analysem mit der SRM Software stellt sich allerdings heraus, dass der Garmin Schrott anzeigt oder der Powermeter nach der Kalibrierung andere Werte als vorher. Beides extrem unbefriedigend. Noch dazu hatte der SRM Aussetzer bei der Geschwindigkeitsmessung. Elend teuerer Schrott, das einzige was mir dazu einfällt.
Um mich etwas in Stimmung zu bringen und die unausgelasteten Beine zu vertreten fahre ich noch eine Runde um den Zeller See. Die spektakuläre, postkartenschöne Landschaft bringt mich wieder etwas besser drauf.
Aber Fazit bleibt, mit dem Kampfgeist wird Trondheim - Oslo zur Tortur...
Samstag, 4. Juni 2011
Plan geändert...
Auch wenn ich mich nicht hundertprozentig so fühle, so will ich mir doch ein richtiges Ziel setzen. Ja, mit unter zwei Stunden wäre ich sehr zufrieden, denn eine Leistung zu bestätigen ist manchmal mehr wert, wie das Resultat beim ersten mal.
Trotzdem will ich mich verbessern. Außerdem habe ich die Erfahrung aus dem letzten Jahr. Also, Ziel ist die erste Startgruppe, d.h. unter 1:45 h!
Eigentlich unmöglich, aber versuchen werde ich's. Bis zur Mautstation in Ferleiten muss ich ungefähr eine 0:34er Zeit fahren um eine realistische Chance zu haben. Für den zweiten Teil bedeutet das dann 1:10 h.
Letztes Jahr hatte ich 0:36:08 h und 1:18:35 h. Die 34 Minuten sind natürlich möglich, nur bleibt dann noch was für den Zweiten Teil übrig? Sehe ich dann, ich werde es probieren, und hoffe im zweiten Abschnitt nicht einzubrechen...
Trotzdem will ich mich verbessern. Außerdem habe ich die Erfahrung aus dem letzten Jahr. Also, Ziel ist die erste Startgruppe, d.h. unter 1:45 h!
Eigentlich unmöglich, aber versuchen werde ich's. Bis zur Mautstation in Ferleiten muss ich ungefähr eine 0:34er Zeit fahren um eine realistische Chance zu haben. Für den zweiten Teil bedeutet das dann 1:10 h.
Letztes Jahr hatte ich 0:36:08 h und 1:18:35 h. Die 34 Minuten sind natürlich möglich, nur bleibt dann noch was für den Zweiten Teil übrig? Sehe ich dann, ich werde es probieren, und hoffe im zweiten Abschnitt nicht einzubrechen...
Glocknerkönig 2011
Nach der Saisoneröffnung vor zwei Wochen mit der Fahrt zum Hochtor und zur Edelweißspitze nun also dieses Wochenende der Glocknerkönig. Das Rennen von Bruck bis zum Fuscher Törl.
Genau genommen ist es für die Fahrer die nicht in Startblock eins stehen und nicht um den Sieg kämpfen ein Bergzeitfahren, denn für diese Fahrer wird die Zeit nicht ab dem Startschuss gezählt, sondern ab Überqueren der Startlinie.
Die Anfahrt gestern lief genauso problem- uns staulos wie letztes Jahr, das erste Juniwochenende ist also ein Geheimtipp für die staufreie Anreise. Obwohl ich früh genug da bin verzichte ich auf die Installationsrunde. Obwohl die Beine nach Bewegung schreien, zwinge ich mich zu pausieren. Stattdessen esse ich recht umfangreich und kohlenhydratreich.
Die Wetter vorhersage lässt alles offen, von Sonne bis Gewitter. Also Kaiser- oder Fritz Walter Wetter oder was dazwischen.
Für heute habe ich mir eine kleine Tour rund um den Zeller See vorgenommen. Das war letztes Jahr sehr schön, und bis auf ein paar kleine Intervalle will ich ja nur gerade dahinrollen um die Beine etwas zu vertreten.
Obwohl dieses Jahr das Wetter nicht so spektakulär schön ist wie 2010, ist die Fahrt entlang des Sees doch "Alpen genießen" in Reinkultur. So ganz dringt das zwar nicht durch, da der Kopf nicht so frei ist, aber die beeindruckende Kulisse ist so prägnant, dass sie nicht ohne Wirkung bleiben kann.
Nachdem ich zwei, drei kleine Intervalle berghoch gut in die vierhundert Watt gefahren bin und bergab noch ein bisschen gesprintet bin (was man als Marathonisti so sprinten nennt), platziere ich mein Roubaix Rennrad in angemessenem Ambiente im Grand Hotel am Zeller See.
Man sitzt am See, mit Blick auf die Berge, in blühenden Blumen, der Pianist spielt Beatlesklassiker und das Zanderfilet schmeckt sensationell, das nenne ich "Tapering"...
Zurück im Hotel geht es erst mal ins Bett. Die Startnummer hatte ich mir schon heute morgen geholt. Ob ich tatsächlich im Startblock zwei stehe kann ich anhand der Nummer nicht sehen. Das wird erst morgen am Start angezeigt. Also doch vorsichtshalber etwas früher hingehen.
Zielsetzung für morgen ist es die Leistung vom letzten Jahr zu bestätigen. Also unter zwei Stunden zu fahren. Eine deutliche Verbesserung habe ich mir beim ersten Glockneraufstieg vor zwei Wochen abgeschminkt. Die Zeit war zwar schneller wie beim letztjährigen Saisonauftakt, aber es hat sich elend schwer angefühlt. Eine deutliche Verbesserung ist wohl nur über mehrere Jahre zu erreichen.
Nachdem ich noch etwas beim Stand von Zweirad Stadler gestöbert habe gibt es noch was zu essen im Hotel. Später werde ich noch den Gutschein zur Nudelparty einlösen und dann früh ins Bett.
Hoffentlich spielen die morgen zum Start wieder Hells Bells!
Genau genommen ist es für die Fahrer die nicht in Startblock eins stehen und nicht um den Sieg kämpfen ein Bergzeitfahren, denn für diese Fahrer wird die Zeit nicht ab dem Startschuss gezählt, sondern ab Überqueren der Startlinie.
Die Anfahrt gestern lief genauso problem- uns staulos wie letztes Jahr, das erste Juniwochenende ist also ein Geheimtipp für die staufreie Anreise. Obwohl ich früh genug da bin verzichte ich auf die Installationsrunde. Obwohl die Beine nach Bewegung schreien, zwinge ich mich zu pausieren. Stattdessen esse ich recht umfangreich und kohlenhydratreich.
Die Wetter vorhersage lässt alles offen, von Sonne bis Gewitter. Also Kaiser- oder Fritz Walter Wetter oder was dazwischen.
Für heute habe ich mir eine kleine Tour rund um den Zeller See vorgenommen. Das war letztes Jahr sehr schön, und bis auf ein paar kleine Intervalle will ich ja nur gerade dahinrollen um die Beine etwas zu vertreten.
Obwohl dieses Jahr das Wetter nicht so spektakulär schön ist wie 2010, ist die Fahrt entlang des Sees doch "Alpen genießen" in Reinkultur. So ganz dringt das zwar nicht durch, da der Kopf nicht so frei ist, aber die beeindruckende Kulisse ist so prägnant, dass sie nicht ohne Wirkung bleiben kann.
Nachdem ich zwei, drei kleine Intervalle berghoch gut in die vierhundert Watt gefahren bin und bergab noch ein bisschen gesprintet bin (was man als Marathonisti so sprinten nennt), platziere ich mein Roubaix Rennrad in angemessenem Ambiente im Grand Hotel am Zeller See.
Man sitzt am See, mit Blick auf die Berge, in blühenden Blumen, der Pianist spielt Beatlesklassiker und das Zanderfilet schmeckt sensationell, das nenne ich "Tapering"...
Zurück im Hotel geht es erst mal ins Bett. Die Startnummer hatte ich mir schon heute morgen geholt. Ob ich tatsächlich im Startblock zwei stehe kann ich anhand der Nummer nicht sehen. Das wird erst morgen am Start angezeigt. Also doch vorsichtshalber etwas früher hingehen.
Zielsetzung für morgen ist es die Leistung vom letzten Jahr zu bestätigen. Also unter zwei Stunden zu fahren. Eine deutliche Verbesserung habe ich mir beim ersten Glockneraufstieg vor zwei Wochen abgeschminkt. Die Zeit war zwar schneller wie beim letztjährigen Saisonauftakt, aber es hat sich elend schwer angefühlt. Eine deutliche Verbesserung ist wohl nur über mehrere Jahre zu erreichen.
Nachdem ich noch etwas beim Stand von Zweirad Stadler gestöbert habe gibt es noch was zu essen im Hotel. Später werde ich noch den Gutschein zur Nudelparty einlösen und dann früh ins Bett.
Hoffentlich spielen die morgen zum Start wieder Hells Bells!
Abonnieren
Posts (Atom)