Naja, ein bisschen jedenfalls. Noch habe ich eine Woche strengstes Sportverbot, aber ich musste schon mal testen, ob die Beine noch funktionieren.
Nur mit dem Pulsgurt bekleidet, um jede Reibung an den Schürfwunden zu vermeiden, bringe ich es immerhin auf Zehn Minuten auf dem Ergometer mit 100 Watt. Der Puls hat die 100er Marke nicht überschritten, kein Tropfen Schweiß ist geflossen, aber Hauptsache wenigstens etwas Bewegung.
Es geht jedenfalls aufwärts. Und da ich ja mit dem Ötztaler und dem Alpenbrevet zwei leuchtende Ziele vor Augen habe bin ich trotz des Rückschlags hochmotiviert.
Freitag, 20. Juli 2012
Mittwoch, 18. Juli 2012
Sturzbilanz
Das hatte ich mir nun wirlich anders vorgestellt. Mit dem heftigen und gefährlichen Sturz am Pico Veleta dachte ich mein Soll für einige Zeit erfüllt zu haben. Und doch hat es mich gerade mal acht Monat später wieder erwischt.
Die Geschwindigkeit war mit 70 km/h noch höher. Zum Glück passierte es diesmal aber auf gerader Strecke und ohne bedrohliche Felsböschung am Straßenrand.
Während es im Oktober letzten Jahres ein Fahrfehler von mir war, hatte ich diesmal keine Chance den Sturz zu verhindern. Der Ärger und die Unzufriedenheit, die Wut und der Frust, die negativen Folgen für die weitere Saison, alles ist gleich. Es macht also keinen Unterschied ob man selbst zu dämlich ist zum Radfahren, oder ob ein anderer zu dämlich ist zum Radfahren.
Es gibt nur eine vernünftige Art damit umzugehen, und mit jedem Sturz versuche ich das besser umzusetzen: Es ist passiert, man muss es aktzeptieren, man muss alles dafür tun die körperlichen Sturzfolgen auszuheilen, ggf. unter schmerzhaftem Verzicht auf geplante Rennen oder sonstige Aktivitäten, und dann muss man nach vorne schauen.
Trotzdem muss man natürlich den Unfall analysieren. Vom Fahren her lag kein Fehler von mir vor, da gibt es nichts zu ändern, ich wurde halt einfach umgefahren. Prinzipiell ist natürlich in einem Rennen das Risiko größer als bei einer einsamen Passbesteigung. Aber nachdem ich schon an einigen Events, auch mit hohen Teilnehmerzahlen, teilgenommen habe, ist es das erste mal, dass ich unter Fremdeinwirkung gestürzt bin. Das heißt meine weitere Planung wird der Sturz dahingehend nicht beeinflussen.
Gelernt habe ich auch was die Behandlung von Schürfwunden betrifft. Da werde ich mir einen ordentlichen Vorrat der entsprechenden Verbandsmaterialien und Medikamente zu Hause bunkern und diese auch auf Reisen mitnehmen. Ich möchte nicht mehr abhängig von der Laune eines Arztes sein, der keine Lust hat die riesigen abgeschürften Flächen alle zu versorgen, weil es zuviel Zeit kostet. (wie bei der Zweitversorgung in St. Michael)
Keinesfalls werde ich das nächste mal noch im Begleitfahrzeug eine Etappe mitfahren oder tatsächlich hoffen die nächste Etappe wieder zu fahren, was für ein Quatsch. Den "put me back on my bike" Reflex werde ich ignorieren und sofort nach Hause fahren, wenn es sein muss mit dem Taxi. Das ist die einzige vernünftige Lösung bei Verletzungen diesen Umfangs, vor allem im Hinblick auf möglichst schnelle Heilung (und damit die Möglichkeit auch möglichst schnell wieder aufs Rad zu kommen).
Das der Sturz so glimpflich verlaufen ist, jedenfalls wenn man die Geschwindigkeit und das Zustandekommen betrachtet liegt meines Erachtens nach daran, dass ich nicht über den Asphalt geschliddert bin, sondern gerollt. Dadurch sind die Schürfwunden nicht so tief und die Verletzungsbilanz ist noch einigermaßen erträglich ausgefallen:
Verstauchungen an den Fingern der rechten Hand
Verstauchung am linken Handgelenk
Prellung an beiden Ellbogen
Prellung am linken Knie
Prellung an der linken Hüfte
leichte Prellung am rechten Knie
Schürfwunden am rechten Ellbogen
Schürfwunden am linken Arm vom Oberarm bis Unterarm
Schüfwunden am rechten Knie
Schürfunden links vom Gesäß bis unters Knie
Schürfwunden an der linken Hand
Schürfwunden an den Fingern der rechten Hand und den Fingerkuppen
Pellung an der linken Schulter
Beulen am Kopf links
In der Summe führt es schon dazu, dass ich für ein paar Tage ziemlich ausgeschaltet bin. Auch 6 Tage nach dem Sturz saß ich noch nicht wieder auf dem Fahrrad. Die Schürfwunden lassen es einfach nicht zu.
Der Traum vom 24h Rennen in Kehlheim ist geplatzt. Auch die Idee dann eine neue Übergangsperiode mit viel Ausgleichssport z.B. Schwimmen einzustreuen und für den Ötzi neu aufzubauen ist gestorben. Das gleiche Dilemma wie beim letzten Sturz.
Aber bis zum Ötzi habe ich natürlich noch über vier Wochen Zeit. Und da ich ja wieder auf die Unterstützung meiner Edelfans bauen kann, bin ich doch zuversichtlich da ein achtbares Ergebnis zu erzielen und dann gut auf den Alpenbrevet zu tapern, bei dem ich ja eine Woche später noch eine Rechnung begleichen will.
Rechnung begleichen ist im Hnblick auf den Sturz ein unangenehmes Stichwort. Letztlich beträgt der materielle Schaden mehrere tausend Euro, das muss ich erst mal wegstecken. Immerhin einen Teil werden die Unfall oder Krankenversicherung tragen, aber schon der letzte Sturz hat mich finanziell bluten lassen, das sind einfach Kosten mit denen man nicht rechnet wenn man Radfahren als Freizeitsportler betreibt.
Anyway, für mich heißt es nun gesund werden, den Mist vergessen und wieder aufs Rad kommen.
Die Geschwindigkeit war mit 70 km/h noch höher. Zum Glück passierte es diesmal aber auf gerader Strecke und ohne bedrohliche Felsböschung am Straßenrand.
Während es im Oktober letzten Jahres ein Fahrfehler von mir war, hatte ich diesmal keine Chance den Sturz zu verhindern. Der Ärger und die Unzufriedenheit, die Wut und der Frust, die negativen Folgen für die weitere Saison, alles ist gleich. Es macht also keinen Unterschied ob man selbst zu dämlich ist zum Radfahren, oder ob ein anderer zu dämlich ist zum Radfahren.
Es gibt nur eine vernünftige Art damit umzugehen, und mit jedem Sturz versuche ich das besser umzusetzen: Es ist passiert, man muss es aktzeptieren, man muss alles dafür tun die körperlichen Sturzfolgen auszuheilen, ggf. unter schmerzhaftem Verzicht auf geplante Rennen oder sonstige Aktivitäten, und dann muss man nach vorne schauen.
Trotzdem muss man natürlich den Unfall analysieren. Vom Fahren her lag kein Fehler von mir vor, da gibt es nichts zu ändern, ich wurde halt einfach umgefahren. Prinzipiell ist natürlich in einem Rennen das Risiko größer als bei einer einsamen Passbesteigung. Aber nachdem ich schon an einigen Events, auch mit hohen Teilnehmerzahlen, teilgenommen habe, ist es das erste mal, dass ich unter Fremdeinwirkung gestürzt bin. Das heißt meine weitere Planung wird der Sturz dahingehend nicht beeinflussen.
Gelernt habe ich auch was die Behandlung von Schürfwunden betrifft. Da werde ich mir einen ordentlichen Vorrat der entsprechenden Verbandsmaterialien und Medikamente zu Hause bunkern und diese auch auf Reisen mitnehmen. Ich möchte nicht mehr abhängig von der Laune eines Arztes sein, der keine Lust hat die riesigen abgeschürften Flächen alle zu versorgen, weil es zuviel Zeit kostet. (wie bei der Zweitversorgung in St. Michael)
Keinesfalls werde ich das nächste mal noch im Begleitfahrzeug eine Etappe mitfahren oder tatsächlich hoffen die nächste Etappe wieder zu fahren, was für ein Quatsch. Den "put me back on my bike" Reflex werde ich ignorieren und sofort nach Hause fahren, wenn es sein muss mit dem Taxi. Das ist die einzige vernünftige Lösung bei Verletzungen diesen Umfangs, vor allem im Hinblick auf möglichst schnelle Heilung (und damit die Möglichkeit auch möglichst schnell wieder aufs Rad zu kommen).
Das der Sturz so glimpflich verlaufen ist, jedenfalls wenn man die Geschwindigkeit und das Zustandekommen betrachtet liegt meines Erachtens nach daran, dass ich nicht über den Asphalt geschliddert bin, sondern gerollt. Dadurch sind die Schürfwunden nicht so tief und die Verletzungsbilanz ist noch einigermaßen erträglich ausgefallen:
Verstauchungen an den Fingern der rechten Hand
Verstauchung am linken Handgelenk
Prellung an beiden Ellbogen
Prellung am linken Knie
Prellung an der linken Hüfte
leichte Prellung am rechten Knie
Schürfwunden am rechten Ellbogen
Schürfwunden am linken Arm vom Oberarm bis Unterarm
Schüfwunden am rechten Knie
Schürfunden links vom Gesäß bis unters Knie
Schürfwunden an der linken Hand
Schürfwunden an den Fingern der rechten Hand und den Fingerkuppen
Pellung an der linken Schulter
Beulen am Kopf links
In der Summe führt es schon dazu, dass ich für ein paar Tage ziemlich ausgeschaltet bin. Auch 6 Tage nach dem Sturz saß ich noch nicht wieder auf dem Fahrrad. Die Schürfwunden lassen es einfach nicht zu.
Der Traum vom 24h Rennen in Kehlheim ist geplatzt. Auch die Idee dann eine neue Übergangsperiode mit viel Ausgleichssport z.B. Schwimmen einzustreuen und für den Ötzi neu aufzubauen ist gestorben. Das gleiche Dilemma wie beim letzten Sturz.
Aber bis zum Ötzi habe ich natürlich noch über vier Wochen Zeit. Und da ich ja wieder auf die Unterstützung meiner Edelfans bauen kann, bin ich doch zuversichtlich da ein achtbares Ergebnis zu erzielen und dann gut auf den Alpenbrevet zu tapern, bei dem ich ja eine Woche später noch eine Rechnung begleichen will.
Rechnung begleichen ist im Hnblick auf den Sturz ein unangenehmes Stichwort. Letztlich beträgt der materielle Schaden mehrere tausend Euro, das muss ich erst mal wegstecken. Immerhin einen Teil werden die Unfall oder Krankenversicherung tragen, aber schon der letzte Sturz hat mich finanziell bluten lassen, das sind einfach Kosten mit denen man nicht rechnet wenn man Radfahren als Freizeitsportler betreibt.
Anyway, für mich heißt es nun gesund werden, den Mist vergessen und wieder aufs Rad kommen.
Fazit Peakbreak
Durch die große Belastung auf der langen Strecke des Schweizer Radmarathons eine Woche vorher, bin ich ja mit einiger Skepsis ins Peakbreak 2012 gegangen. Erstes Ziel war eigentlich nur überhaupt durchzukommen.
Aber mit jedem Tag ist mein Selbstvertrauen gewachsen, und ich habe gemerkt, dass ich mich eigentlich mit jedem Tag steigern konnte, also gar nicht wie erwartet abgebaut habe. Der Kopf hat das gar nicht glauben wollen, was die Beine da machen.
Und auch am 6. Tag, als es mir mental morgens nicht gut ging, ich das schlimmste befürchtete, bin ich am Pass Thurn fast explodiert, mit einer Trittleistung von über 300 Watt im Schnitt. Das kann nicht nur an den Anfeuerungs- und Aufmunterungs SMS meiner Edelfans gelegen haben (aber denn Anteil möchte ich auch nicht zu gering ansetzen).
Ich weiß jetzt, dass mein Gefühl am Ende der letzten Saison richtig war, dass ich mich im Wettkampf fordern muss um mich zu steigern. Der blöde Sturz am Veleta hat mich im Training zwar doch etwas aus der Bahn gebracht, sogar mehr als ich zunächst realisiert habe, aber ich war schon auf dem richtigen Weg.
Das ich den Peakbreak 2012 gefinished hätte steht für mich außer Frage, ich schätze um Platz 40 herum. Aber das ist natürlich graue Theorie. In Rennen besteht nun mal ein größeres Sturzrisiko als beim einsamen Klettern am Berg früh morgens. Und auch das musste ich erfahren.
Der Sturz war wirklich böse. Auch wenn es mir schwerfällt angesichts von Schürfwunden mit der Fläche eines Fußballfeldes von Glück im Unglück zu sprechen, so muss ich doch einsehen, dass Stürze bei 70 km/h auch anders ausgehen können.
Unabhängig vom unglücklichen Ausgang ist das Erlebnis eines anspruchsvollen Etappenrennens schon etwas Besonderes. Jeden Tag wieder im Renntempo die Bergetappen zu bewältigen, fast jeden Tag an einem anderen Etappenort mit entsprechendem Reisestress, die Schwierigkeit sich dabei richtig zu ernähren und genug zu schlafen und letztlich auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Fahrern, das alles sind sehr interessante Erfahrungen, die einem Freizeitfahrer meist verwehrt bleiben.
Man kann den Peakbreak eben nicht mit einer Radreise oder z.B. einem Radsportcamp wie ich es 2010 gemacht habe vergleichen. Man hat letztlich acht aufeinanderfolgende Radrennen. Dementsprechend fordert man sich viel mehr. Der Trainingseffekt ist wahrscheinlich recht groß.
Ein bisschen schade ist, dass man im Gegensatz zu einer entsprechenden Radreise sehr wenig von der schönen Landschaft mitbekommt. Zumindest ging mir das so, dafür war ich zu sehr im Rennen. Zwar gibt es immer wieder Momente in denen man die spektakuläre Umgebung wahrnimmt, aber meist ist man eben konzentriert auf das Renngeschehen was auch wichtig ist.
Auch mein Sturz ist sicher durch eine Unkonzentriertheit entstanden, wenn auch nicht durch meine eigene.
Wirklich super fand ich die Zielankünfte. Natürlich ist man bei so schweren Strecken immer froh wenn es dann vorbei ist, aber schon kurz danach stellt sich ein Gefühl großer Befriedigung ein. Dabei habe ich mich mit jedem Tag mehr im Ziel gefreut und wohlgefühlt.
Sicher hat auch Bernie mit seiner immer motivierenden Moderation dazu beigetragen. Ich habe keine Ahnung wie der es geschafft hat über Stunden immer wieder was zu erzählen was eben nicht albern oder dämlich klingt, aber er hat eigentlich für jeden immer den richtigen Spruch parat gehabt. Als ORF Moderator ist er offensichtlich ein Profi und als Triathlet mit einer gesunden Affinität zum Radsport war er genau der richtig Mann für diesen Job.
Überhaupt hat das gesamte Orgateam gute Arbeit geleistet und war dabei immer freundlich oder gerade zu herzlich im Umgang mit den Teilnehmern. Es gibt zwar durchaus Dinge die man verbessern kann, aber prinzipiell war die Organisation sehr gut.
Was ich über mich aus dem Peakbreak gelernt habe, ist, dass ich mich bei Belastungen über mehrere Tage wirklich steigern kann, auch im Vergleich zu anderen Radfahrern. Ich werde auch mein Training prinzipiell überdenken. Denn dass ich im Winter so sehr rausnehme und dann fast nur noch Grundlage fahre ist vielleicht ein Fehler. Auch dass ich fast immer Dreier- oder Viererblöcke fahre muss ich möglicherweise überprüfen. Ab und zu mal eine richtige Belastung mit einer Woche volles Rohr ist vielleicht eine Alternative. Aber das werde ich alles zum Ende der Saison für nächstes Jahr auswerten.
So schön der Peakbreak bis zum Sturz war, so frustrierend war es danach. Ich hätte sofort abreisen müssen. Am meisten schmerzen nicht die Schürfwunden, sonder dass ich nicht mit Finishergefühl nach einer letzten schönen Etappe über die Nockalmstraße bei gutem Wetter ins Ziel gefahren bin. Ich könnte jetzt noch vor Wut und Frust schreien.
Es erscheint mir momentan wie ein nicht wiederbringliches Erlebnis, auch wenn ich nächstes Jahr wieder starte.
Das ist eigentlich mein fester Plan. Mit klarer Zielsetzung unter die besten 30 zu fahren, also mindestens im vorderen Drittel des Gesamtklassements zu landen. Hoffentlich liegt der Termin so dass ich fahren kann.
Aber mit jedem Tag ist mein Selbstvertrauen gewachsen, und ich habe gemerkt, dass ich mich eigentlich mit jedem Tag steigern konnte, also gar nicht wie erwartet abgebaut habe. Der Kopf hat das gar nicht glauben wollen, was die Beine da machen.
Und auch am 6. Tag, als es mir mental morgens nicht gut ging, ich das schlimmste befürchtete, bin ich am Pass Thurn fast explodiert, mit einer Trittleistung von über 300 Watt im Schnitt. Das kann nicht nur an den Anfeuerungs- und Aufmunterungs SMS meiner Edelfans gelegen haben (aber denn Anteil möchte ich auch nicht zu gering ansetzen).
Ich weiß jetzt, dass mein Gefühl am Ende der letzten Saison richtig war, dass ich mich im Wettkampf fordern muss um mich zu steigern. Der blöde Sturz am Veleta hat mich im Training zwar doch etwas aus der Bahn gebracht, sogar mehr als ich zunächst realisiert habe, aber ich war schon auf dem richtigen Weg.
Das ich den Peakbreak 2012 gefinished hätte steht für mich außer Frage, ich schätze um Platz 40 herum. Aber das ist natürlich graue Theorie. In Rennen besteht nun mal ein größeres Sturzrisiko als beim einsamen Klettern am Berg früh morgens. Und auch das musste ich erfahren.
Der Sturz war wirklich böse. Auch wenn es mir schwerfällt angesichts von Schürfwunden mit der Fläche eines Fußballfeldes von Glück im Unglück zu sprechen, so muss ich doch einsehen, dass Stürze bei 70 km/h auch anders ausgehen können.
Unabhängig vom unglücklichen Ausgang ist das Erlebnis eines anspruchsvollen Etappenrennens schon etwas Besonderes. Jeden Tag wieder im Renntempo die Bergetappen zu bewältigen, fast jeden Tag an einem anderen Etappenort mit entsprechendem Reisestress, die Schwierigkeit sich dabei richtig zu ernähren und genug zu schlafen und letztlich auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Fahrern, das alles sind sehr interessante Erfahrungen, die einem Freizeitfahrer meist verwehrt bleiben.
Man kann den Peakbreak eben nicht mit einer Radreise oder z.B. einem Radsportcamp wie ich es 2010 gemacht habe vergleichen. Man hat letztlich acht aufeinanderfolgende Radrennen. Dementsprechend fordert man sich viel mehr. Der Trainingseffekt ist wahrscheinlich recht groß.
Ein bisschen schade ist, dass man im Gegensatz zu einer entsprechenden Radreise sehr wenig von der schönen Landschaft mitbekommt. Zumindest ging mir das so, dafür war ich zu sehr im Rennen. Zwar gibt es immer wieder Momente in denen man die spektakuläre Umgebung wahrnimmt, aber meist ist man eben konzentriert auf das Renngeschehen was auch wichtig ist.
Auch mein Sturz ist sicher durch eine Unkonzentriertheit entstanden, wenn auch nicht durch meine eigene.
Wirklich super fand ich die Zielankünfte. Natürlich ist man bei so schweren Strecken immer froh wenn es dann vorbei ist, aber schon kurz danach stellt sich ein Gefühl großer Befriedigung ein. Dabei habe ich mich mit jedem Tag mehr im Ziel gefreut und wohlgefühlt.
Sicher hat auch Bernie mit seiner immer motivierenden Moderation dazu beigetragen. Ich habe keine Ahnung wie der es geschafft hat über Stunden immer wieder was zu erzählen was eben nicht albern oder dämlich klingt, aber er hat eigentlich für jeden immer den richtigen Spruch parat gehabt. Als ORF Moderator ist er offensichtlich ein Profi und als Triathlet mit einer gesunden Affinität zum Radsport war er genau der richtig Mann für diesen Job.
Überhaupt hat das gesamte Orgateam gute Arbeit geleistet und war dabei immer freundlich oder gerade zu herzlich im Umgang mit den Teilnehmern. Es gibt zwar durchaus Dinge die man verbessern kann, aber prinzipiell war die Organisation sehr gut.
Was ich über mich aus dem Peakbreak gelernt habe, ist, dass ich mich bei Belastungen über mehrere Tage wirklich steigern kann, auch im Vergleich zu anderen Radfahrern. Ich werde auch mein Training prinzipiell überdenken. Denn dass ich im Winter so sehr rausnehme und dann fast nur noch Grundlage fahre ist vielleicht ein Fehler. Auch dass ich fast immer Dreier- oder Viererblöcke fahre muss ich möglicherweise überprüfen. Ab und zu mal eine richtige Belastung mit einer Woche volles Rohr ist vielleicht eine Alternative. Aber das werde ich alles zum Ende der Saison für nächstes Jahr auswerten.
So schön der Peakbreak bis zum Sturz war, so frustrierend war es danach. Ich hätte sofort abreisen müssen. Am meisten schmerzen nicht die Schürfwunden, sonder dass ich nicht mit Finishergefühl nach einer letzten schönen Etappe über die Nockalmstraße bei gutem Wetter ins Ziel gefahren bin. Ich könnte jetzt noch vor Wut und Frust schreien.
Es erscheint mir momentan wie ein nicht wiederbringliches Erlebnis, auch wenn ich nächstes Jahr wieder starte.
Das ist eigentlich mein fester Plan. Mit klarer Zielsetzung unter die besten 30 zu fahren, also mindestens im vorderen Drittel des Gesamtklassements zu landen. Hoffentlich liegt der Termin so dass ich fahren kann.
Dienstag, 17. Juli 2012
Peakbreak 2012 - 8. Etappe
Eigentlich gibt es für mich zur 8. Etappe nichts mehr zu schreiben, denn ich bin nicht mehr im Rennen und fahre nicht mal im Begleitfahrzeug mit.
Ich tue es aber trotzdem, denn heute habe ich sehr von der Hilfsbereitschaft der anderen Fahrer und Staffmitglieder profitiert. Das möchte ich einfach nicht unerwähnt lassen, und mich an dieser Stelle dafür bedanken.
Zunächst nimmt mich Björns Frau im Wohnmobil direkt mit nach Seeboden. Während er also die letzte Etappe über die Nockalmstraße genießt und sich auf das Finishergefühl bei Ankunft in Seeboden am Milstädter See freut, stehen wir im Stau auf der A10, kommen aber natürlich trotzdem schon noch rechtzeitig vor dem Zielaufbau in Seeboden an.
Beim ersten Versuch nach Hause zu fahren verliere ich allerdings meine Geldbörse, und so kommt es, dass ich nach einer kleinen Odyssee mit weiteren Stunden im Stau, Polizeibesuch und Suche um kurz vor 14:00 Uhr immer noch in Seeboden stehe, ohne Kredit- und EC Karten, ohne Geld, ohne Ausweis oder Führerschein.
Meine Frustrationsgrenze ist dann doch fast erreicht. Zum Glück kann ich auf die spontane Hilfe von Andrej, der mich ja nur von unserer gemeinsamen Fahrt in der Dreiergruppe nach Lienz kennt, und von Bernie, der am Ende der Etappen die motivierende Zielmoderation gemacht hat, bauen. Die beiden leihen mir Geld, so dass ich doch noch nach Hause fahren kann.
Also von hier nochmal herzlichen Dank an euch beide für eure spontane und unkomplizierte Hilfe!
Ich tue es aber trotzdem, denn heute habe ich sehr von der Hilfsbereitschaft der anderen Fahrer und Staffmitglieder profitiert. Das möchte ich einfach nicht unerwähnt lassen, und mich an dieser Stelle dafür bedanken.
Zunächst nimmt mich Björns Frau im Wohnmobil direkt mit nach Seeboden. Während er also die letzte Etappe über die Nockalmstraße genießt und sich auf das Finishergefühl bei Ankunft in Seeboden am Milstädter See freut, stehen wir im Stau auf der A10, kommen aber natürlich trotzdem schon noch rechtzeitig vor dem Zielaufbau in Seeboden an.
Beim ersten Versuch nach Hause zu fahren verliere ich allerdings meine Geldbörse, und so kommt es, dass ich nach einer kleinen Odyssee mit weiteren Stunden im Stau, Polizeibesuch und Suche um kurz vor 14:00 Uhr immer noch in Seeboden stehe, ohne Kredit- und EC Karten, ohne Geld, ohne Ausweis oder Führerschein.
Meine Frustrationsgrenze ist dann doch fast erreicht. Zum Glück kann ich auf die spontane Hilfe von Andrej, der mich ja nur von unserer gemeinsamen Fahrt in der Dreiergruppe nach Lienz kennt, und von Bernie, der am Ende der Etappen die motivierende Zielmoderation gemacht hat, bauen. Die beiden leihen mir Geld, so dass ich doch noch nach Hause fahren kann.
Also von hier nochmal herzlichen Dank an euch beide für eure spontane und unkomplizierte Hilfe!
Freitag, 13. Juli 2012
Peakbreak 2012 - 7. Etappe
Die heutige Etappe erlebe ich also aus der Sicht der Betreuer im Begleitfahrzeug. Am morgendlichen Ablauf ändert sich wenig, ich esse auch beim Frühstück als müsste ich fahren und lade dann mein Rad in den VW Bus. Sonja, die Freundin eines Fahrers macht Begleitung und Betreuung für ihn und drei weitere Radfahrer.
So fahren wir kurz vor dem Start voraus nach Mittersill. Dort muss ich noch kurz auf der Polizei das Unfallprotokoll von gestern unterschreiben. Dann geht es nach einem kurzen Verfahrer vorbei am Zeller See über Saalfelden hoch zum Dienter Sattel.
Mittlerweile hat es angefangen zu regnen, nicht so das richtige Radfahrwetter. Kann mir heute aber egal sein, ich sitze ja im warmen Bus noch dazu mit charmanter Begleitung. So rede ich mir das schön, denn eigentlich ist es schon sehr frustrierend, dass ich heute nicht fahren kann, und außerdem bin ich natürlich damit aus der Gesamtwertung raus, ein Finishen des Peakbreak ist für mich also nicht mehr möglich.
Als wir am Dienter Sattel ankommen schüttet es wie aus Eimern, dass wird ein harter Tag heute für die Jungs. Dabei haben die noch Glück, denn heute sind es hier immerhin 10° C, gestern waren es aber nur 2° wie die Gastwirtin berichtet während wir ihren extrem leckeren frischen, noch warmen Topfenkuchen genießen.
Aber dann müssen wir auch schon raus in den Regen, denn die ersten Radfahrer kommen vorbei. Immer wieder erstaunlich wie schnell die Spitzengruppe ist, aber auch das Mittelfeld ist gar nicht soo viel langsamer als unser VW-Bus...
Es stellt sich heraus, dass sich ein Teil der von Sonja betreuten Fahrer verfahren hat. Sehr ärgerlich, und ich kann das natürlich nach meinen Erlebnissen beim Schweizer Radmarathon gut nachvollziehen. Die Jungs holen sich Regenjacke und Gel usw. und stürzen sich dann gleich in die Abfahrt, die bei Nässe und Kälte einiges abverlangt.
Wir fahren weiter mit dem VW-Bus, jetzt irgendwo zwischen Spitzengruppe und Mittelfeld. Hochinteressant ist die Perspektive aus dem Bus, wenn man die Radfahrer beobachtet. Immerhin eine Erfahrung, die ich so gewinne, wenn ich schon nicht selbst fahren kann. Zwischendurch bin ich sogar froh, dass ich nicht fahren muss, denn es schüttet wirklich wie aus Eimern und das mittlerweile schon über Stunden.
Aus dem Bus heraus die Abfahrt im Regen zu beobachten ist schon interessant, dabei kann ich fast genau fühlen wie die klammen Finger im Fahrtwind und peitschenden Regen eiskalt werden, wie das Wasser ins Gesicht spritzt, das Gefühl der völlig durchnässten Radschuhe und ich spüre förmlich die kalten Füße.
Noch bin ich irgenwie mental im Rennen. Immer wieder blitzt aber auch mein heftiger Sturz kurz durch die Gedanken, der Moment als ich realisiere, dass ich definitiv stürzen werde und gleich mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit auf den Asphalt knallen werde. Dann weiß ich, dass ich eben nicht mehr im Rennen bin.
Aber zunächst lenkt mich das Rennen und die Schwierigkeiten der heutigen Etappe von diesen Gedanken wieder ab. Da durch den Regen die Bodenmarkierungen teils schlecht zu sehen sind, oder gar ganz weggeschwemmt werden, kommt es in den kniffligen Passagen zu regelrechten Schnitzeljagden. An einer Stelle fahren wir sogar zurück und winken zumindest einen Teil der eher weiter vorne fahrendenden Radler in den richtigen Abweig. Dann müssen wir aber weiter, da wir ja vor unseren Fahrern an der nächsten Aidstation sein wollen.
Dort kommt dann aber nur einer an, da die anderen nicht den richtigen Abzweig getroffen haben. Dadurch kürzen sie sogar etwas ab, und gleichen so etwas den Umweg vom ersten Verfahren wieder aus.
Danach machen wir uns direkt auf ins Ziel. Dabei kann ich genau nachempfinden wie sich der Anstieg nach Obertauern anfühlen muss, denn immer wieder scheint man oben zu sein und nach der Kurve kommt statt der Anhöhe nur eine weitere Steigung. Dabei kämpfen die Fahrer mittlerweile schon stundenlang in strömendem Regen, und maximal mit Regenjacke, aber praktisch alle in kurzen Handschuhen und auch sonst eher Rennmäßig leicht bekleidet.
Selbst die Abfahrt hinunter ins Etappenziel St. Michael zieht sich im VW-Bus elend lange, kann aber sein, dass man das auf dem Rad anders empfindet.
Schließlich erwarten wir im Ziel die ankommenden Fahrer. Und hier zeigt sich, welche emotionale Tiefe in so einer Veranstaltung steckt, wenn sich die Teilnehmer bei widrigen Bedingungen bis ins Ziel kämpfen, und dann erschöpft und vor Kälte zitternd, kaum dass sie vom Rad runterkommen, im Ziel stehen, von den dort wartenden mit Zuspruch, wärmenden Decken und heißem Tee empfangen werden.
Zwischen gut fünf und über sieben Stunden haben sich die Fahrer über 178 Kilometer durch den strömenden Regen und die Kälte gequält. Jetzt stehen sie zitternd im Ziel. Und so seltsam es klingt, gerade jetzt bin ich extrem frustriert und traurig, dass ich nicht dabei war. Auch wenn ich mich für jeden Fahrer freue der im Ziel ankommt, so spüre ich doch, welch emotional tiefes Erlebnis, welche Erleichterung bei der Zielankunft, welche Befriedigung es geschafft zu haben mir hier heute entgeht.
Ich kann nicht länger im Zielbereich bleiben. Ich genehmige mir ein, irgendwie unverdientes, Essen. Seit dem Sturz habe ich sehr großen Hunger, vielleicht braucht der Körper Nährstoffe um alles wieder in Ordnung zu bringen...
Dann gehe ich zum örtlichen Arzt und lasse den Verband an den schlimmsten Stellen erneuern. Anschließend geht es zur Pastaparty. Die Hoffnung morgen zu fahren ist dahin. Der Arzt hat da einen klaren Standpunkt. Und auch wenn ich dazu neige die Standpunkte anderer auch mal zu ignorieren wenn es mir nicht in den Kram passt, so sagt mein Körper doch nein!
Ich würde schon durchkommen, aber die Verstauchungen der linken Hand und der Finger rechts werden bestimmt nicht besser dadurch. Vor allem aber sind die Abschürfungen doch sehr großflächig. Die Infektionsgefahr ist viel zu groß, ein erneuter Sturz wäre ein Desaster. Mit anderen Worten es wäre dumm das zu tun. Was nicht heißt, dass ich es nicht doch machen würde, aber der Verstand siegt über den unkontrollierten "Put me back on my bike" Impuls.
Bei der Pastaparty steigt der Frust aber. Obwohl alle sehr, sehr nett sind, und sich nach meinem Befinden erkundigen, fühle ich mich als wäre ich von einem fahrenden Zug gefallen, und der Zug führe ohne mich weiter.
Zwei weitere Fahrer hat es heute erwischt, darunter der älteste Teilnehmer mit 74! Jahren. Der hat mir übrigens mit seiner stoischen Art und vor allem mit seiner beeindruckenden Leistung sehr imponiert. Irgendwie gibt mir das Hoffnung, doch noch nicht "zu alt" für solche Herrausforderungen zu sein. Vielleicht habe ich doch noch etwas mehr Zeit meine Pläne und Wünsche umzusetzen.
Anyway, ich verabschiede mich früh von der Veranstaltung, ich will einfach nur alleine sein, meinen Frust irgendwie verarbeiten. Ich gehe sehr früh ins Bett und schreibe noch den Eintrag fürs Blog vom heutigen Tag. Dabei markiere ich aus Versehen mit meinen lädierten Fingern den ganzen Text und lösche ihn, genau in dem Moment indem Blogger automatisch speichert... Das ist zuviel, alles weg. Da hilft jetzt auch kein Hemmingway (der neue Text war sowieso viel besser), ich klappe wütend und frustriert das Laptop zu, gebe mich noch einen Moment der Depression hin, mit Gedanken an den verpassten Kampf und Triumph heute, dem Sturz, dem nicht gefahrenen Kitzbühler Horn, und dem verpassten Erlebnis der Schlussetappe mit Zieleinlauf und Finishergefühl. Dann kommt endlich der Schmerz von den Abschürfungen und lenkt mich ab bis ich ziemlich zerstört einschlafe.
[Text eingestellt am 15.07.2012]
So fahren wir kurz vor dem Start voraus nach Mittersill. Dort muss ich noch kurz auf der Polizei das Unfallprotokoll von gestern unterschreiben. Dann geht es nach einem kurzen Verfahrer vorbei am Zeller See über Saalfelden hoch zum Dienter Sattel.
Mittlerweile hat es angefangen zu regnen, nicht so das richtige Radfahrwetter. Kann mir heute aber egal sein, ich sitze ja im warmen Bus noch dazu mit charmanter Begleitung. So rede ich mir das schön, denn eigentlich ist es schon sehr frustrierend, dass ich heute nicht fahren kann, und außerdem bin ich natürlich damit aus der Gesamtwertung raus, ein Finishen des Peakbreak ist für mich also nicht mehr möglich.
Als wir am Dienter Sattel ankommen schüttet es wie aus Eimern, dass wird ein harter Tag heute für die Jungs. Dabei haben die noch Glück, denn heute sind es hier immerhin 10° C, gestern waren es aber nur 2° wie die Gastwirtin berichtet während wir ihren extrem leckeren frischen, noch warmen Topfenkuchen genießen.
Aber dann müssen wir auch schon raus in den Regen, denn die ersten Radfahrer kommen vorbei. Immer wieder erstaunlich wie schnell die Spitzengruppe ist, aber auch das Mittelfeld ist gar nicht soo viel langsamer als unser VW-Bus...
Es stellt sich heraus, dass sich ein Teil der von Sonja betreuten Fahrer verfahren hat. Sehr ärgerlich, und ich kann das natürlich nach meinen Erlebnissen beim Schweizer Radmarathon gut nachvollziehen. Die Jungs holen sich Regenjacke und Gel usw. und stürzen sich dann gleich in die Abfahrt, die bei Nässe und Kälte einiges abverlangt.
Wir fahren weiter mit dem VW-Bus, jetzt irgendwo zwischen Spitzengruppe und Mittelfeld. Hochinteressant ist die Perspektive aus dem Bus, wenn man die Radfahrer beobachtet. Immerhin eine Erfahrung, die ich so gewinne, wenn ich schon nicht selbst fahren kann. Zwischendurch bin ich sogar froh, dass ich nicht fahren muss, denn es schüttet wirklich wie aus Eimern und das mittlerweile schon über Stunden.
Aus dem Bus heraus die Abfahrt im Regen zu beobachten ist schon interessant, dabei kann ich fast genau fühlen wie die klammen Finger im Fahrtwind und peitschenden Regen eiskalt werden, wie das Wasser ins Gesicht spritzt, das Gefühl der völlig durchnässten Radschuhe und ich spüre förmlich die kalten Füße.
Noch bin ich irgenwie mental im Rennen. Immer wieder blitzt aber auch mein heftiger Sturz kurz durch die Gedanken, der Moment als ich realisiere, dass ich definitiv stürzen werde und gleich mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit auf den Asphalt knallen werde. Dann weiß ich, dass ich eben nicht mehr im Rennen bin.
Aber zunächst lenkt mich das Rennen und die Schwierigkeiten der heutigen Etappe von diesen Gedanken wieder ab. Da durch den Regen die Bodenmarkierungen teils schlecht zu sehen sind, oder gar ganz weggeschwemmt werden, kommt es in den kniffligen Passagen zu regelrechten Schnitzeljagden. An einer Stelle fahren wir sogar zurück und winken zumindest einen Teil der eher weiter vorne fahrendenden Radler in den richtigen Abweig. Dann müssen wir aber weiter, da wir ja vor unseren Fahrern an der nächsten Aidstation sein wollen.
Dort kommt dann aber nur einer an, da die anderen nicht den richtigen Abzweig getroffen haben. Dadurch kürzen sie sogar etwas ab, und gleichen so etwas den Umweg vom ersten Verfahren wieder aus.
Danach machen wir uns direkt auf ins Ziel. Dabei kann ich genau nachempfinden wie sich der Anstieg nach Obertauern anfühlen muss, denn immer wieder scheint man oben zu sein und nach der Kurve kommt statt der Anhöhe nur eine weitere Steigung. Dabei kämpfen die Fahrer mittlerweile schon stundenlang in strömendem Regen, und maximal mit Regenjacke, aber praktisch alle in kurzen Handschuhen und auch sonst eher Rennmäßig leicht bekleidet.
Selbst die Abfahrt hinunter ins Etappenziel St. Michael zieht sich im VW-Bus elend lange, kann aber sein, dass man das auf dem Rad anders empfindet.
Schließlich erwarten wir im Ziel die ankommenden Fahrer. Und hier zeigt sich, welche emotionale Tiefe in so einer Veranstaltung steckt, wenn sich die Teilnehmer bei widrigen Bedingungen bis ins Ziel kämpfen, und dann erschöpft und vor Kälte zitternd, kaum dass sie vom Rad runterkommen, im Ziel stehen, von den dort wartenden mit Zuspruch, wärmenden Decken und heißem Tee empfangen werden.
Zwischen gut fünf und über sieben Stunden haben sich die Fahrer über 178 Kilometer durch den strömenden Regen und die Kälte gequält. Jetzt stehen sie zitternd im Ziel. Und so seltsam es klingt, gerade jetzt bin ich extrem frustriert und traurig, dass ich nicht dabei war. Auch wenn ich mich für jeden Fahrer freue der im Ziel ankommt, so spüre ich doch, welch emotional tiefes Erlebnis, welche Erleichterung bei der Zielankunft, welche Befriedigung es geschafft zu haben mir hier heute entgeht.
Ich kann nicht länger im Zielbereich bleiben. Ich genehmige mir ein, irgendwie unverdientes, Essen. Seit dem Sturz habe ich sehr großen Hunger, vielleicht braucht der Körper Nährstoffe um alles wieder in Ordnung zu bringen...
Dann gehe ich zum örtlichen Arzt und lasse den Verband an den schlimmsten Stellen erneuern. Anschließend geht es zur Pastaparty. Die Hoffnung morgen zu fahren ist dahin. Der Arzt hat da einen klaren Standpunkt. Und auch wenn ich dazu neige die Standpunkte anderer auch mal zu ignorieren wenn es mir nicht in den Kram passt, so sagt mein Körper doch nein!
Ich würde schon durchkommen, aber die Verstauchungen der linken Hand und der Finger rechts werden bestimmt nicht besser dadurch. Vor allem aber sind die Abschürfungen doch sehr großflächig. Die Infektionsgefahr ist viel zu groß, ein erneuter Sturz wäre ein Desaster. Mit anderen Worten es wäre dumm das zu tun. Was nicht heißt, dass ich es nicht doch machen würde, aber der Verstand siegt über den unkontrollierten "Put me back on my bike" Impuls.
Bei der Pastaparty steigt der Frust aber. Obwohl alle sehr, sehr nett sind, und sich nach meinem Befinden erkundigen, fühle ich mich als wäre ich von einem fahrenden Zug gefallen, und der Zug führe ohne mich weiter.
Zwei weitere Fahrer hat es heute erwischt, darunter der älteste Teilnehmer mit 74! Jahren. Der hat mir übrigens mit seiner stoischen Art und vor allem mit seiner beeindruckenden Leistung sehr imponiert. Irgendwie gibt mir das Hoffnung, doch noch nicht "zu alt" für solche Herrausforderungen zu sein. Vielleicht habe ich doch noch etwas mehr Zeit meine Pläne und Wünsche umzusetzen.
Anyway, ich verabschiede mich früh von der Veranstaltung, ich will einfach nur alleine sein, meinen Frust irgendwie verarbeiten. Ich gehe sehr früh ins Bett und schreibe noch den Eintrag fürs Blog vom heutigen Tag. Dabei markiere ich aus Versehen mit meinen lädierten Fingern den ganzen Text und lösche ihn, genau in dem Moment indem Blogger automatisch speichert... Das ist zuviel, alles weg. Da hilft jetzt auch kein Hemmingway (der neue Text war sowieso viel besser), ich klappe wütend und frustriert das Laptop zu, gebe mich noch einen Moment der Depression hin, mit Gedanken an den verpassten Kampf und Triumph heute, dem Sturz, dem nicht gefahrenen Kitzbühler Horn, und dem verpassten Erlebnis der Schlussetappe mit Zieleinlauf und Finishergefühl. Dann kommt endlich der Schmerz von den Abschürfungen und lenkt mich ab bis ich ziemlich zerstört einschlafe.
[Text eingestellt am 15.07.2012]
Donnerstag, 12. Juli 2012
Peakbreak 2012 - 6. Etappe
Wenn ich wählen könnte, würde ich heute sicher kein Radfahren. Nachts um zwei bin ich mit Halsschmerzen erstmals wach geworden, in der rechten Kniekehle zieht es etwas, der Beinbeuger leidet wohl, und auch nach dem Ausfstehen die ersten Schritte sind schwer, die Beine fühlen sich nicht gut an.
Ein Regenerationstag wäre angesagt. Aber wenn ich im Rennen bleiben will, muss ich natürlich fahren. Ich werde mich also irgendwie im Feld über den Pass Thurn schleppen, auf der anderen Seite runterrollen und dann hoffen, dass ich irgendwie das Kitzbühler Horn hinaufkomme ohne aus der Karenzzeit zu fallen. Mehr geht heute nicht.
Zum Glück bekomme ich noch eine Anfeuerungs SMS von Andrea und Jörg. So wird zumindest mein Kampfgeist wieder geweckt.
Aber selbst während wir im Startbereich stehen fühle ich mich nicht gut. Dann geht es endlich los und wir rollen neutralisiert hinter dem Fahrzeug der Rennleitung her. Und seltsam genug, mit jedem Kilometer vergeht das elende Gefühl im Magen, und noch vor Mittersil kommt auch wieder Leben in die Beine.
Offensichtlich regeneriere ich am besten auf dem Rad. Noch bin ich etwas unsicher was wohl im Berg passieren wird, aber ich will jetzt auch endlich berghoch fahren, mein Kampfgeist ist zurück.
Dann geht es nach einer scharfen Rechtskurve in den Pass Thurn. Und meine Beine funktionieren plötzlich. Ich fahre immer deutlich über 300 Watt da ich in der Spitzengruppe bleiben möchte, zumindest so lange die Steigung noch einigermaßen moderat ist.
Vorne sprengen zwei weg, dann wird es etwas steiler, und die Spitze reißt etwas auseinander. Zu meinem erstaunen flacht der Anstieg dann aber wieder etwas ab, und ich kämpfe mich mit hohen Wattleistungen oft über 400 Watt wieder an die große Spitzengruppe ran, die nicht weit hinter den zwei Ausreißern fährt.
Der Pass steigt jetzt ziemlich gleichmäßig mit nur ca. 4% an. Ich will jetzt unbedingt in der Gruppe bleiben. Ich habe keine Ahnung wie das sein kann, aber die Beine gehen wie der Teufel. Ständig über 300 Watt, immer wieder mal auch über 400 Watt muss ich treten, aber es geht. Wenige, seltene Erholungsphasen um die 200 Watt scheinen zu reichen um mich zu erholen.
Ich weiß nicht genau, wie lange der Anstieg noch geht, so denke ich an einer Stelle wo es abflacht, wir haben die Passhöhe erreicht, aber es geht nach einer Kehre noch weiter. Und noch immer kann ich dranbleiben. Ich denke jetzt nicht an das Kitzbühler Horn, sondern nur daran, möglichst in der Spitzengruppe zu bleiben.
Wieder flacht der Anstieg etwas ab, und die Vorderen ziehen mächtig an. Jetzt sind wir wohl wirklich oben. Der Fahrer an dessen Hinterrad ich hänge lässt reißen, etwas weiter vorne zwei andere auch. Ich überhole meinen Vordermann und versuche die beiden anderen zu erreichen, vielleicht können wir zusammen wieder an die große Spitzengruppe ranfahren. Denn jetzt geht es auch direkt in die Abfahrt.
Ich erreiche die beiden, und wir fahren noch etwas nach vorne, schließlich stürzen wir uns zu viert in die Abfahrt.
Vierergruppe, Abfahrt, nicht weit weg von der Spitze, entgegen aller Erwartung läuft es super. Und am Kitzbühler Horn werde ich dann schon sehen. Irgendwie geht auch das.
Die Abfahrt wird steiler und mein Rad läuft wie Sau, so dass ich aus der Gruppe rausfahre, und vorbeirolle, ein weiterer Fahrer aus der Gruppe überholt die restlichen beiden. Es geht schnurgeradeaus, ordentlich Gefälle, ich habe 70 km/h drauf, da kommt von hinten einer vorbeigeschossen, hat aber entweder das Rad nicht unter Kontrolle, oder fährt einfach brutal, ich weiß es nicht, er rempelt mich voll weg, ich versuche das Rad noch zu kontrollieren, aber keine Chance, verdammt, verdaaammmmt
Und dann schlage ich auch schon bei vollem Tempo mit der linken Seite auf den Asphalt, wie eine willenlose Puppe rolle ich ungebremst über den Asphalt, völlig der Gewalt der Geschwindigkeit ausgeliefert.
Irgendwann hat sich's ausgerollt. Ich bleibe erst mal liegen. Noch während dem internen Funktionstest schießt mir ein Gedanke durch den Kopf, "Du Arschloch willst du mich umbringen?!"
Ich versuche aufzustehen, ich liege auf der Gegenfahrbahn, ich hoffe es kommt jetzt nicht gerade ein Auto, also schnell aufstehen. Geht.
Geht sogar erstaunlich gut. Meine rechte Hand schmerzt elend, die Fingerkuppen sind sauber über den Asphalt geschliddert. Das linke Handgelenk schmerzt, die linke Seite blutet. Aber ich bin total erleichtert. Ich kann alles bewegen, Kopf hin und her - geht, Schultern ok, Hüfte ok, Beine und Füße ok.
Bei den Fingern der rechten Hand bin ich mir nicht sicher, die schmerzen und werden etwas dick. Ich schaue nach dem Fahrrad, kann ich weiterfahren? Zumindest ist nichts rausgerissen, aber meine rechte Hand, ich kann nicht bremsen.
Da steht auch schon eines der Begleitfahrzeuge und ein weiterer Autofahrer hat angehalten und erkundigt sich nach meinem Zustand. Das Rad wird von der Straße geräumt, das Kamerateam ist auch da.
Jetzt merke ich, dass mehr als nur die Hände weh tun, aber es geht noch, noch habe ich genug Adrenalin in mir. Wenn ich den anderen Fahrer jetzt packen könnte würde ich den Adrenalinüberschuss auch umsetzen.
Der Offizielle vom österreichischen Radsportverband ist auch in einem Begleitfahrzeug und will die "lokale" Ambulanz anrufen hat aber keine Nummer, für sowas würde er aber andererseits keine 112 wählen. Was faselt der denn für einen Scheiß? Aber ich stehe nur da, bin immer noch erleichtert, und rede mir ein es hätte schlimmer kommen können. Zum Glück verständigt er die Rennleitung, und Tom der Orgachef informiert die Ambulanz.
Er ist auch gleich mit dem Wagen der Rennleitung da und ein Polizeifahrzeug kommt auch noch. Ich mache mir derweil Gedanken um meine Fingerkuppen und die gesamte recht Hand. Ich laufe herum, hole noch den zerstörten PC VI von der Straße. Hinlegen will ich mich nicht, mache es dann doch, ist aber blöd und ich fange an zu frieren. Ich bekomme eine Aludecke, und stehe da am Auto der Rennleitung. Es steht eigentlich immer jemand bei mir und spricht mir gut zu.
Es dauert etwas, aber dann kommt endlich ein Rotkreuzwagen und fährt mich nach Mittersil ins Krankenhaus. Mein Fahrrad und den kaputten Helm nimmt das Begleitfahrzeug mit.
In Mittersil im Krankenhaus werden dann die entsprechenden Stellen geröntgt, aber es ist nichts gebrochen. Dann gibt es eine ordentliche Wundversorgung für die Schürfwunden und die malträtierten Hände. Die Schwester meint zwar, dass da wohl ein Ganzkörperanzug angebracht wäre, aber kriegt es dann auch so hin.
Dem Anhängen an den Tropf und intravenösem Schmerzmittel verweigere ich mich, auch will ich entgegen dem Rat der Ärzte nicht im Krankenhaus bleiben. Ich schlucke brav die Schmerztabletten und fahre dann mit dem Taxi wieder zurück nach Neukirchen.
Auf der Fahrt schaue ich mir die schöne Landschaft an, und mir kommen vor Wut, Ärger und Frust fast die Tränen, aber mein Kampfgeist meldet sich, und so beschließe ich, unabhängig davon ob ich den Schweizer Radmarathon noch mal fahre auf jeden Fall den Peakbreak nächstes Jahr zu fahren und zu finishen. Und das mit deutlich weniger Gewicht und mit dem Ziel unter die Top 30 Fahrer zu kommen.
Ob ich dieses Jahr noch eine Etappe fahren kann weiß ich nicht. Gerade eben geht es mir nicht so super, der Arzt meinte ich hätte sie wohl nicht mehr alle. Außerdem weiß ich zunächst nicht, wie es mit dem Fahrrad aussieht.
Abends stellt sich dann heraus, dass mein Körper das Fahrrad wohl gut beschützt hat. Aber den Lenker hat es schon erwischt. Der muss getauscht werden. Einen neuen Helm brauche ich auf jeden Fall auch. Der hat seinen Zweck erfüllt und meinen Kopf vor bösen Verletzungen bewahrt, ist jetzt aber natürlich Schrott.
Ich beschließe morgen auf jeden Fall auszusetzen. Gerne würde ich aber die letzte Etappe fahren. Ob das vernünftig ist, muss ich noch rausfinden. Morgen kann ich jedenfalls in einem inoffiziellen Bergleitfahrzeug mitfahren, dann müssen wir schauen, welche Lösung es mit dem Lenker gibt.
Ich muss heute erst mal die Nacht gut überstehen, und das Ganze verdauen...
Ein Regenerationstag wäre angesagt. Aber wenn ich im Rennen bleiben will, muss ich natürlich fahren. Ich werde mich also irgendwie im Feld über den Pass Thurn schleppen, auf der anderen Seite runterrollen und dann hoffen, dass ich irgendwie das Kitzbühler Horn hinaufkomme ohne aus der Karenzzeit zu fallen. Mehr geht heute nicht.
Zum Glück bekomme ich noch eine Anfeuerungs SMS von Andrea und Jörg. So wird zumindest mein Kampfgeist wieder geweckt.
Aber selbst während wir im Startbereich stehen fühle ich mich nicht gut. Dann geht es endlich los und wir rollen neutralisiert hinter dem Fahrzeug der Rennleitung her. Und seltsam genug, mit jedem Kilometer vergeht das elende Gefühl im Magen, und noch vor Mittersil kommt auch wieder Leben in die Beine.
Offensichtlich regeneriere ich am besten auf dem Rad. Noch bin ich etwas unsicher was wohl im Berg passieren wird, aber ich will jetzt auch endlich berghoch fahren, mein Kampfgeist ist zurück.
Dann geht es nach einer scharfen Rechtskurve in den Pass Thurn. Und meine Beine funktionieren plötzlich. Ich fahre immer deutlich über 300 Watt da ich in der Spitzengruppe bleiben möchte, zumindest so lange die Steigung noch einigermaßen moderat ist.
Vorne sprengen zwei weg, dann wird es etwas steiler, und die Spitze reißt etwas auseinander. Zu meinem erstaunen flacht der Anstieg dann aber wieder etwas ab, und ich kämpfe mich mit hohen Wattleistungen oft über 400 Watt wieder an die große Spitzengruppe ran, die nicht weit hinter den zwei Ausreißern fährt.
Der Pass steigt jetzt ziemlich gleichmäßig mit nur ca. 4% an. Ich will jetzt unbedingt in der Gruppe bleiben. Ich habe keine Ahnung wie das sein kann, aber die Beine gehen wie der Teufel. Ständig über 300 Watt, immer wieder mal auch über 400 Watt muss ich treten, aber es geht. Wenige, seltene Erholungsphasen um die 200 Watt scheinen zu reichen um mich zu erholen.
Ich weiß nicht genau, wie lange der Anstieg noch geht, so denke ich an einer Stelle wo es abflacht, wir haben die Passhöhe erreicht, aber es geht nach einer Kehre noch weiter. Und noch immer kann ich dranbleiben. Ich denke jetzt nicht an das Kitzbühler Horn, sondern nur daran, möglichst in der Spitzengruppe zu bleiben.
Wieder flacht der Anstieg etwas ab, und die Vorderen ziehen mächtig an. Jetzt sind wir wohl wirklich oben. Der Fahrer an dessen Hinterrad ich hänge lässt reißen, etwas weiter vorne zwei andere auch. Ich überhole meinen Vordermann und versuche die beiden anderen zu erreichen, vielleicht können wir zusammen wieder an die große Spitzengruppe ranfahren. Denn jetzt geht es auch direkt in die Abfahrt.
Ich erreiche die beiden, und wir fahren noch etwas nach vorne, schließlich stürzen wir uns zu viert in die Abfahrt.
Vierergruppe, Abfahrt, nicht weit weg von der Spitze, entgegen aller Erwartung läuft es super. Und am Kitzbühler Horn werde ich dann schon sehen. Irgendwie geht auch das.
Die Abfahrt wird steiler und mein Rad läuft wie Sau, so dass ich aus der Gruppe rausfahre, und vorbeirolle, ein weiterer Fahrer aus der Gruppe überholt die restlichen beiden. Es geht schnurgeradeaus, ordentlich Gefälle, ich habe 70 km/h drauf, da kommt von hinten einer vorbeigeschossen, hat aber entweder das Rad nicht unter Kontrolle, oder fährt einfach brutal, ich weiß es nicht, er rempelt mich voll weg, ich versuche das Rad noch zu kontrollieren, aber keine Chance, verdammt, verdaaammmmt
Und dann schlage ich auch schon bei vollem Tempo mit der linken Seite auf den Asphalt, wie eine willenlose Puppe rolle ich ungebremst über den Asphalt, völlig der Gewalt der Geschwindigkeit ausgeliefert.
Irgendwann hat sich's ausgerollt. Ich bleibe erst mal liegen. Noch während dem internen Funktionstest schießt mir ein Gedanke durch den Kopf, "Du Arschloch willst du mich umbringen?!"
Ich versuche aufzustehen, ich liege auf der Gegenfahrbahn, ich hoffe es kommt jetzt nicht gerade ein Auto, also schnell aufstehen. Geht.
Geht sogar erstaunlich gut. Meine rechte Hand schmerzt elend, die Fingerkuppen sind sauber über den Asphalt geschliddert. Das linke Handgelenk schmerzt, die linke Seite blutet. Aber ich bin total erleichtert. Ich kann alles bewegen, Kopf hin und her - geht, Schultern ok, Hüfte ok, Beine und Füße ok.
Bei den Fingern der rechten Hand bin ich mir nicht sicher, die schmerzen und werden etwas dick. Ich schaue nach dem Fahrrad, kann ich weiterfahren? Zumindest ist nichts rausgerissen, aber meine rechte Hand, ich kann nicht bremsen.
Da steht auch schon eines der Begleitfahrzeuge und ein weiterer Autofahrer hat angehalten und erkundigt sich nach meinem Zustand. Das Rad wird von der Straße geräumt, das Kamerateam ist auch da.
Jetzt merke ich, dass mehr als nur die Hände weh tun, aber es geht noch, noch habe ich genug Adrenalin in mir. Wenn ich den anderen Fahrer jetzt packen könnte würde ich den Adrenalinüberschuss auch umsetzen.
Der Offizielle vom österreichischen Radsportverband ist auch in einem Begleitfahrzeug und will die "lokale" Ambulanz anrufen hat aber keine Nummer, für sowas würde er aber andererseits keine 112 wählen. Was faselt der denn für einen Scheiß? Aber ich stehe nur da, bin immer noch erleichtert, und rede mir ein es hätte schlimmer kommen können. Zum Glück verständigt er die Rennleitung, und Tom der Orgachef informiert die Ambulanz.
Er ist auch gleich mit dem Wagen der Rennleitung da und ein Polizeifahrzeug kommt auch noch. Ich mache mir derweil Gedanken um meine Fingerkuppen und die gesamte recht Hand. Ich laufe herum, hole noch den zerstörten PC VI von der Straße. Hinlegen will ich mich nicht, mache es dann doch, ist aber blöd und ich fange an zu frieren. Ich bekomme eine Aludecke, und stehe da am Auto der Rennleitung. Es steht eigentlich immer jemand bei mir und spricht mir gut zu.
Es dauert etwas, aber dann kommt endlich ein Rotkreuzwagen und fährt mich nach Mittersil ins Krankenhaus. Mein Fahrrad und den kaputten Helm nimmt das Begleitfahrzeug mit.
In Mittersil im Krankenhaus werden dann die entsprechenden Stellen geröntgt, aber es ist nichts gebrochen. Dann gibt es eine ordentliche Wundversorgung für die Schürfwunden und die malträtierten Hände. Die Schwester meint zwar, dass da wohl ein Ganzkörperanzug angebracht wäre, aber kriegt es dann auch so hin.
Dem Anhängen an den Tropf und intravenösem Schmerzmittel verweigere ich mich, auch will ich entgegen dem Rat der Ärzte nicht im Krankenhaus bleiben. Ich schlucke brav die Schmerztabletten und fahre dann mit dem Taxi wieder zurück nach Neukirchen.
Auf der Fahrt schaue ich mir die schöne Landschaft an, und mir kommen vor Wut, Ärger und Frust fast die Tränen, aber mein Kampfgeist meldet sich, und so beschließe ich, unabhängig davon ob ich den Schweizer Radmarathon noch mal fahre auf jeden Fall den Peakbreak nächstes Jahr zu fahren und zu finishen. Und das mit deutlich weniger Gewicht und mit dem Ziel unter die Top 30 Fahrer zu kommen.
Ob ich dieses Jahr noch eine Etappe fahren kann weiß ich nicht. Gerade eben geht es mir nicht so super, der Arzt meinte ich hätte sie wohl nicht mehr alle. Außerdem weiß ich zunächst nicht, wie es mit dem Fahrrad aussieht.
Abends stellt sich dann heraus, dass mein Körper das Fahrrad wohl gut beschützt hat. Aber den Lenker hat es schon erwischt. Der muss getauscht werden. Einen neuen Helm brauche ich auf jeden Fall auch. Der hat seinen Zweck erfüllt und meinen Kopf vor bösen Verletzungen bewahrt, ist jetzt aber natürlich Schrott.
Ich beschließe morgen auf jeden Fall auszusetzen. Gerne würde ich aber die letzte Etappe fahren. Ob das vernünftig ist, muss ich noch rausfinden. Morgen kann ich jedenfalls in einem inoffiziellen Bergleitfahrzeug mitfahren, dann müssen wir schauen, welche Lösung es mit dem Lenker gibt.
Ich muss heute erst mal die Nacht gut überstehen, und das Ganze verdauen...
Mittwoch, 11. Juli 2012
Peakbreak 2012 - 5. Etappe
Heute steht der Glockner im Weg auf der Route zum Ziel. Der einzige Peak des Peakbreak den ich schon kenne, und das sogar recht gut. Wir fahren von der Heiligenblut-Seite hoch. Mit der habe ich bis jetzt noch keine guten Erfahrungen gemacht. Jedesmal habe ich mich sehr gequält. Ich hoffe zwar, dass das heute anders ist, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht so 100prozentig daran.
Das Hotel war etwas außerhalb diesmal, so dass ich die fünf Kilometerchen nutze um mich etwas einzufahren. Die Beine sagen gar nichts, kein Signal. Na besser als irgendwelche Zipperlein.
Der Start ist diesmal sehr früh, um 7 Uhr. Also genau meine Zeit, und dazu noch "mein" Berg, das geht schon. Ca. 4 Km wird das Feld neutralisiert geführt, und dann freigegeben. Allerdings gibt es diesmal keine Chance für Attacke, denn es geht gleich in den Isselsberg, so dass die starken Bergfahrer schnell nach vorne kommen. Ich muss natürlich die Topfahrer ziehen lassen, halte mich aber noch ganz gut irgendwo im vorderen Mittelfeld.
Ich hatte schon öfters gehört, dass der Isselsberg etwas giftig zu fahren wäre, zunächst ist der aber ok. Auch stimmt die Leistung noch, so um die 300 Watt kann ich fahren, versuche aber eher bei 280, 290 Watt zu bleiben. Die Steigung ist so, dass ich noch mit Schalten und Trittfrequenz gut dosieren kann.
Eigentlich geht es sogar sehr gut. Immerhin ist heute der 5. Tag des Peakbreak und gestern habe ich anfangs ordentlich attackiert, am Berg ganz gut getreten und dann mit Manfred und Andrej eine super Gruppe gehabt, die allerdings auch Kraft gekostet hat.
Der Isselsberg lässt sich von dieser Seite super fahren, zieht zwar oben etwas an, aber wird nie sehr steil oder gar giftig. So ist das Plateau recht schnell erreicht, und ich schaffe es sogar an eine kleine Gruppe ranzufahren in der mindestens ein Fahrer fährt, der am Berg bis jetzt deutlich stärker war. Überzogen habe ich aber nicht.
Dann geht es nach dem Plateau in die Abfahrt, und nachdem ich anfangs dranbleiben kann, verliere ich in einer Kurve 20 Meter, und in einer weiteren nochmal, und zwar genau in der letzten bevor es wieder flacher wird. Verdammter Mist! Ich versuche nochmal ranzukommen, aber keine Chance, die sind weg. So radel ich allein in Richtung Heiligenblut.
Ich schaue mich um, aber da ist niemand auf den ich warten könnte. Also muss ich alleine im Wind fahren. Die Frage ist gebe ich richtig Feuer oder fahre ich verhalten und warte bis mich jemand von hinten einholt. Ich entscheide mich für die Mitte und fahre recht schwankend, je nach Gelände zwischen 230 und 320 Watt. Vorne die sind nicht zu sehen, hinten ist auch niemand.
Aber kommt da nicht schon die Kirche von Heiligenblut in Sicht? Hm, nee das war ein anderer Ort. Oje das zieht sich ja wie Kaugummi, ich hätte mir doch mal das Roadbook anschauen sollen, das sind noch einige Kilometer bis Heiligenblut.
Bei Kilometer 23 ungefähr kommt eine große Gruppe von hinten angerauscht und schnupft mich auf. Ich hänge mich dran, muss aber ganz schön reintreten um überhaupt dranzubleiben. Was ist das denn? Die hauen ja rein.
Besser als alleine im Wind ist es allemal, aber die Gruppe fährt sehr nervös. Kommt jemand an die Führung tritt der rein was geht, und oft muss ich 350 bis 400 Watt treten um dann nicht abreißen zu lassen. Total sinnlos, wir fahren uns vorm Glockner richt schön kaputt. Also zumindest ich fahre mich so vorm Glockner kaputt. Auch in die Steigungen wird richtig reingewatzt. Aber ich bleibe in der Gruppe so lange es geht, und wenn die Steigungen etwas länger sind kann ich ganz gut mithalten.
So ochsen wir uns nach Heiligenblut. Zwischendurch ärgere ich mich etwas über die Kraftverschwendung, aber letztlich funktioniert es ja irgendwie, und ich bleibe in der Gruppe bis zum Fuße des Anstiegs hinauf zum Hochtor.
Dann sprengt sowieso alles auseinander. Denn es geht gleich steil berghoch. Ich habe noch in Erinnerung, dass es bis zur Mautstation steil hoch geht, dann abflacht, und nach dem Kreisel der elende Schlussanstieg kommt.
Die Temperatur passt, die Beine sind ok, aber zu dosieren gibt es hier nichts. Ich fahre so 280 Watt mit niedriger Trittfrequenz und versuche mich dabei wohl zu fühlen. Klappt nur so mittel. Die Glocknerstraße bleibt unnachgiebig, und immer wieder tauchen Bilder meiner letzten beiden Befahrungen dieser Seite auf, die zwar schon etwas her sind, mir aber als Quälerei in Erinnerung geblieben sind.
Der Anstieg zieht sich, und bis zur Mautstation sind es noch ein paar Kilometer. Noch gehen die Beine ganz gut, aber es gibt kaum Entlastung, meist steigt die Straße mit zehn, elf oder zwölf Prozent. Zwei Radler sind um mich herum, von denen kann ich mich etwas absetzen, einer vor mir bleibt immer ungefähr gleich weit weg.
So kämpfen wir uns den Berg hinauf. Ich habe keine Ahnung wie ich die restlichen Kilometer nach dem Glockner schaffen soll, eine starke Gruppe wie gestern und ich fahre mich kaputt, alleine fahre ich mich kaputt oder komme gerade so vor der Karenzzeit an. Meine Beine funktionieren zwar noch, aber der Kopf mag diesen Anstieg nicht und ist voll dunkler Gedanken.
Dann kündigt sich endlich irgendwann die Mautstation an, danach wird es ja hoffentlich erst mal flach. Allerdings erscheint mir das jetzt doch recht früh im Anstieg. Anyway, es gibt eine Verpflegungsstation, wo ich meine zwei leer genuckelten Flaschen abwerfe und eine neue mit Iso gereicht bekomme. Eine dritte Flasche habe ich noch im Trikot, die ist noch halbvoll.
Zu meiner Enttäuschung geht es erst mal weiter berghoch. Und zwar ganz schön lange. Stimmt, flach wird es erst an einem Wirtshaus weiter oben. Bis dahin will ich auf jedenfall noch ordentlich fahren, und so halte ich meine Leistung bei 280, 290 Watt. Trotzdem geht es nicht recht vorwärts. Aber irgendwann geht jede Steigung zu Ende, und diese auch, und ja jetzt erinnere ich mich wieder, es geht jetzt sogar bergrunter.
Zwar verliert man in der Abfahrt Höhenmeter, die man wieder erklettern muss, aber diese Entspannung kommt mir gerade recht. Ich trinke etwas und quetsche noch ein Gel rein. Ich habe noch zu ein paar weiteren Fahrern aufgeschlossen.
Dann kommt der Kreisel mit dem Abzweig zur Kaiser-Franz-Josef's-Höhe. Wir fahren aber natürlich in Richtung Hochtor. Und da kommt erst mal eine lange steile Rampe. Obwohl die Glockner Hochalpenstraße angeblich nur bis 12% steil ist, zeigt mein Garmin an dieser Stelle immer 14% an. Und mein Gefühl, dass schon ganz gut geschult ist, stimmt eher dem Garmin zu als der offiziellen Version.
In der Rampe kann ich die anderen Fahrer sehen die vor mir sind, denn nach einer Spitzkehre fahren die mir jetzt „einen Stock höher“ entgegen. Nachdem ich die Spitzkehre und damit zum Glück auch die Rampe hinter mir habe, kann ich wiederum die Fahrer hinter mir sehen, die gerade in diesen letzten Teil des Anstiegs fahren.
Ab hier gibt es ja einige Kehren, und da steht auch immer die aktuelle Höhe angeschrieben. Eher demotivierend in diesem Moment, denn es sind noch über 500 Höhenmeter. Das fiese an dieser Steigung ist, dass sie einfach nicht nachgibt, und dass sie halt auch recht lang ist. Mittlerweile fühle ich mich wirklich elend. Die Beine treten zwar noch oft 260 oder 270 Watt, manchmal aber auch nur 230 Watt. Das Isogetränk ist brutal gemischt, beim ersten Schluck falle ich fast vom Fahrrad, beim zweiten wird mir kurz schlecht. Ich trinke Wasser hinterher, dann geht’s.
Obwohl ich das mit dem Iso Getränk wegstecke könnte ich kotzen, einfach vor Anstrengung. Jetzt ist es Quälerei. Ich habe zwar keinen Einbruch wie am Lukmanier beim Alpenbrevet letztes Jahr, aber es fühlt sich nur noch elend an. Die Beine treten brav, aber ich will jetzt lieber nicht radfahren, schon gar nicht berghoch. Ab und zu fahre ich an der Kamera vorbei, dann versuche ich nochmal einigermaßen gut auszusehen, aber das gelingt nicht wirklich.
Ich brülle dem Berg entgegen, was für ein elender Drecksberg er doch sei, aber die Reaktion bleibt aus. Die Steigung immer schön im zweistelligen Prozentbereich, noch immer gefühlte tausend Kehren zu fahren, argh! Ich beschließe mein Blog umzubenennen in „steilbergabmitRückenwind.com“ oder so ähnlich.
Aber wie sagte schon der österreichische Radphilosoph Franz Venier: „jeder Tritt, jede Kurbelumdrehung bringt dich näher ans Ziel“. Dabei arbeiten die Beine eigentlich noch ganz gut. Zwar höre ich von den anderen keine solchen emotionalen Ausbrüche, aber überholen tut mich auch keiner. Im Gegenteil ich schließe sogar noch auf einen Fahrer aus der Vierergruppe, die ich nicht mehr erreicht habe, auf.
Dann kann man erstmals das Hochtor sehen. Zum Glück kenne ich die Strecke, sonst wäre ich erschrocken über die Wand die sich dort scheinbar entgegenstellt. Aber auch so ist es noch beeindruckend genug. Noch etliche Serpentinen sind zu fahren, noch über 250 Höhenmeter.
Es ist Quälerei, aber ich kann nicht sagen das die Beine ihren Job nicht machen. So schraube ich mich brav weiter nach oben, auch wenn ich mich irgendwie schlecht dabei fühle. Und dann sind es nur noch zwei Serpentinen, und schließlich geht es die letzte Rampe hoch. Mit letzter Kraft arbeite ich mich nach oben, das Miststück von Berg gibt auch auf den letzten Metern nicht nach. Aber letztlich bin ich im Tunnel, im Hochtor. Endlich. Zwischenabfahrt. Die kenne ich sehr gut. Hier werde ich nicht soviel verlieren wie auf mancher Abfahrt zuvor.
Ich kenne sogar die Stelle kurz vorm Mittertörl, wo der Wind meist heftig vom Berg herunter quer zur Fahrbahn weht. Auch diesmal, aber wenn man vorbereitet ist, dann geht’s, trotz Hochprofilfelgen.
An der Fuscher Lacke vorbei in den Gegenanstieg, noch diesen Gegenanstieg, dann ist erst mal der Gipfel der heutigen Etappe erreicht. In der Abfahrt erhole ich mich einigermaßen, die Beine treten im Gegenanstieg nach kurzer Anlaufschwierigkeit durch die heftige Abkühlung wieder 270, 280 Watt.
Und auch wenn es sich erst etwas zäh fährt, ist doch die Stelle kurz vor der Kehre zum Parkplatz, durch den Fels hindurch, schnell erreicht. Puh, das war hart.
An der Verpflegungsstation esse ich Obst und Kuchen, tausche die Flaschen und ziehe meine Regenjacke an. Bis jetzt hat das Wetter super gehalten, aber hier oben ist es sehr kühl, und die Abfahrt bis Bruck ist lang.
Diese Abfahrt kenne ich ja sehr gut, und so bin ich auch hier nicht so langsam wie z.B. am Staller Sattel. Oben ist es schon recht frisch, und meine immer noch lädierten Hände kriegen es wieder ordentlich ab. Rechts sind drei Finger taub, ich glaube ich muss nochmal mit dem Lenker experimentieren, so ist das Mist.
Zunächst habe ich das Gefühl, sobald ich über 60 km/h fahre kommt im Kopf die Sperre und ich bremse etwas ab. Wohl doch noch ein paar Nachwirkungen vom Sturz am Pico Veleta. Aber dann schließen zwei, drei weitere Fahrer zu mir auf, einer überholt sogar, aber ich bleibe dann doch dran. So komme ich heute wenigsten auf knapp 79 km/h in der Spitze, wobei es natürlich auch noch schneller gehen sollte.
Anyway, zu meinem Erstaunen schaffe ich es dranzubleiben, so dass sich unten in Richtung Fusch, wo es deutlich flacher wird eine größere Gruppe bildet, mit einem Fahrer der wartet und weiteren die noch aufschließen.
Eine große Gruppe ist natürlich super, denn so kann man das Tempo hochhalten und hat doch genügend Möglichkeit wieder im Windschatten zu regenerieren. Aber schnell stellt sich heraus, dass es in dieser Gruppe zunächst genauso nervös zugeht, wie in der Gruppe vor Heiligenblut. Noch dazu hauen die unheimlich rein, so dass ich selbst im Windschatten kämpfen muss um dranzubleiben. Und jedesmal wenn die Führung wechselt, muss ich über 400 Watt treten um dranzubleiben, wenn ich selbst führe versuche ich das Tempo zu halten und nicht über 350 Watt zu treten.
Nach Bruck ist die Strecke etwas verwinkelt, führt über einen Fahrradweg, über Bahnschranken, immer wieder mit 90° Abbiegungen, so dass die Gruppe kaum in einen guten Rhythmus kommt. Nach den Kurven und Abbiegungen muss ich immer wieder volle Power geben, um dranzubleiben, ich glaube nicht, dass ich in dieser Gruppe bis ins Ziel überlebe.
Der Anstieg auf den Glockner hat mich doch ganz gut ausgesaugt, und jetzt diese Powergruppe, einige superstarke Fahrer, dazu die nervösen, unrhythmischen Wechsel, zwischendurch Verkehr, und leichte Anstiege in denen ich bis über 400 Watt treten muss, ich kämpfe ums Überleben.
Die Kilometer rauschen nicht so dahin wie gestern, aber irgendwann sind wir bei Kilometer 110. Und auch das mit dem verwinkelten Kurs hat bald ein Ende und wir fahren endlich wieder Straße, wenn auch mit viel Verkehr.
Aber ich kämpfe wirklich am Limit, je nachdem wer die Führung übernimmt, kostet mich das jedesmal viel Kraft. Wenn ich selbst führe gebe ich mittlerweile ca. 330 Watt, manchmal auch mehr. Dafür gebe ich dann lieber etwas früher ab. Ich bin aber nicht der einzige in der Gruppe, der hart kämpfen muss. Zwei, drei fahren aber sehr sehr stark.
30 Kilometer vor dem Ziel zweifle ich, ob ich dran bleiben kann, hoffe fast, dass wir eine langsame Gruppe überholen, der ich mich anschließen kann. Aber ich kämpfe doch weiter. Und auch die anderen scheinen das Ziel herbeizusehnen.
20 Kilometer vor dem Ziel beschließe ich keinesfalls aufzugeben und mit der Gruppe ins Ziel zu fahren, und dann kommt die Ansage noch 7 Kilometer. Mein Garmin zeigt zwar was anderes an, aber ich nehm's mal hin. Und dann steht da plötzlich schon das Ortschild von Neukirchen.
Nochmal geht es rechts ab, und plötzlich werden die Jungs hektisch, denn noch einmal um die Ecke, dann kommt schon das Ziel. Fast gibt es noch einen Sturz in der Kurve, ich rolle locker aus, einige sprinten was das Zeug hält. Und dann ist auch diese Etappe überstanden.
Selten habe ich im Ziel lockerer ausgesehen, dabei war es für mich der wohl härteste Tag. Ich spüre mein rechtes Bein etwas, kein Schmerz, aber eine Andeutung von Ziehen, ich hoffe morgen komme ich auf's Rad...
Das Hotel war etwas außerhalb diesmal, so dass ich die fünf Kilometerchen nutze um mich etwas einzufahren. Die Beine sagen gar nichts, kein Signal. Na besser als irgendwelche Zipperlein.
Der Start ist diesmal sehr früh, um 7 Uhr. Also genau meine Zeit, und dazu noch "mein" Berg, das geht schon. Ca. 4 Km wird das Feld neutralisiert geführt, und dann freigegeben. Allerdings gibt es diesmal keine Chance für Attacke, denn es geht gleich in den Isselsberg, so dass die starken Bergfahrer schnell nach vorne kommen. Ich muss natürlich die Topfahrer ziehen lassen, halte mich aber noch ganz gut irgendwo im vorderen Mittelfeld.
Ich hatte schon öfters gehört, dass der Isselsberg etwas giftig zu fahren wäre, zunächst ist der aber ok. Auch stimmt die Leistung noch, so um die 300 Watt kann ich fahren, versuche aber eher bei 280, 290 Watt zu bleiben. Die Steigung ist so, dass ich noch mit Schalten und Trittfrequenz gut dosieren kann.
Eigentlich geht es sogar sehr gut. Immerhin ist heute der 5. Tag des Peakbreak und gestern habe ich anfangs ordentlich attackiert, am Berg ganz gut getreten und dann mit Manfred und Andrej eine super Gruppe gehabt, die allerdings auch Kraft gekostet hat.
Der Isselsberg lässt sich von dieser Seite super fahren, zieht zwar oben etwas an, aber wird nie sehr steil oder gar giftig. So ist das Plateau recht schnell erreicht, und ich schaffe es sogar an eine kleine Gruppe ranzufahren in der mindestens ein Fahrer fährt, der am Berg bis jetzt deutlich stärker war. Überzogen habe ich aber nicht.
Dann geht es nach dem Plateau in die Abfahrt, und nachdem ich anfangs dranbleiben kann, verliere ich in einer Kurve 20 Meter, und in einer weiteren nochmal, und zwar genau in der letzten bevor es wieder flacher wird. Verdammter Mist! Ich versuche nochmal ranzukommen, aber keine Chance, die sind weg. So radel ich allein in Richtung Heiligenblut.
Ich schaue mich um, aber da ist niemand auf den ich warten könnte. Also muss ich alleine im Wind fahren. Die Frage ist gebe ich richtig Feuer oder fahre ich verhalten und warte bis mich jemand von hinten einholt. Ich entscheide mich für die Mitte und fahre recht schwankend, je nach Gelände zwischen 230 und 320 Watt. Vorne die sind nicht zu sehen, hinten ist auch niemand.
Aber kommt da nicht schon die Kirche von Heiligenblut in Sicht? Hm, nee das war ein anderer Ort. Oje das zieht sich ja wie Kaugummi, ich hätte mir doch mal das Roadbook anschauen sollen, das sind noch einige Kilometer bis Heiligenblut.
Bei Kilometer 23 ungefähr kommt eine große Gruppe von hinten angerauscht und schnupft mich auf. Ich hänge mich dran, muss aber ganz schön reintreten um überhaupt dranzubleiben. Was ist das denn? Die hauen ja rein.
Besser als alleine im Wind ist es allemal, aber die Gruppe fährt sehr nervös. Kommt jemand an die Führung tritt der rein was geht, und oft muss ich 350 bis 400 Watt treten um dann nicht abreißen zu lassen. Total sinnlos, wir fahren uns vorm Glockner richt schön kaputt. Also zumindest ich fahre mich so vorm Glockner kaputt. Auch in die Steigungen wird richtig reingewatzt. Aber ich bleibe in der Gruppe so lange es geht, und wenn die Steigungen etwas länger sind kann ich ganz gut mithalten.
So ochsen wir uns nach Heiligenblut. Zwischendurch ärgere ich mich etwas über die Kraftverschwendung, aber letztlich funktioniert es ja irgendwie, und ich bleibe in der Gruppe bis zum Fuße des Anstiegs hinauf zum Hochtor.
Dann sprengt sowieso alles auseinander. Denn es geht gleich steil berghoch. Ich habe noch in Erinnerung, dass es bis zur Mautstation steil hoch geht, dann abflacht, und nach dem Kreisel der elende Schlussanstieg kommt.
Die Temperatur passt, die Beine sind ok, aber zu dosieren gibt es hier nichts. Ich fahre so 280 Watt mit niedriger Trittfrequenz und versuche mich dabei wohl zu fühlen. Klappt nur so mittel. Die Glocknerstraße bleibt unnachgiebig, und immer wieder tauchen Bilder meiner letzten beiden Befahrungen dieser Seite auf, die zwar schon etwas her sind, mir aber als Quälerei in Erinnerung geblieben sind.
Der Anstieg zieht sich, und bis zur Mautstation sind es noch ein paar Kilometer. Noch gehen die Beine ganz gut, aber es gibt kaum Entlastung, meist steigt die Straße mit zehn, elf oder zwölf Prozent. Zwei Radler sind um mich herum, von denen kann ich mich etwas absetzen, einer vor mir bleibt immer ungefähr gleich weit weg.
So kämpfen wir uns den Berg hinauf. Ich habe keine Ahnung wie ich die restlichen Kilometer nach dem Glockner schaffen soll, eine starke Gruppe wie gestern und ich fahre mich kaputt, alleine fahre ich mich kaputt oder komme gerade so vor der Karenzzeit an. Meine Beine funktionieren zwar noch, aber der Kopf mag diesen Anstieg nicht und ist voll dunkler Gedanken.
Dann kündigt sich endlich irgendwann die Mautstation an, danach wird es ja hoffentlich erst mal flach. Allerdings erscheint mir das jetzt doch recht früh im Anstieg. Anyway, es gibt eine Verpflegungsstation, wo ich meine zwei leer genuckelten Flaschen abwerfe und eine neue mit Iso gereicht bekomme. Eine dritte Flasche habe ich noch im Trikot, die ist noch halbvoll.
Zu meiner Enttäuschung geht es erst mal weiter berghoch. Und zwar ganz schön lange. Stimmt, flach wird es erst an einem Wirtshaus weiter oben. Bis dahin will ich auf jedenfall noch ordentlich fahren, und so halte ich meine Leistung bei 280, 290 Watt. Trotzdem geht es nicht recht vorwärts. Aber irgendwann geht jede Steigung zu Ende, und diese auch, und ja jetzt erinnere ich mich wieder, es geht jetzt sogar bergrunter.
Zwar verliert man in der Abfahrt Höhenmeter, die man wieder erklettern muss, aber diese Entspannung kommt mir gerade recht. Ich trinke etwas und quetsche noch ein Gel rein. Ich habe noch zu ein paar weiteren Fahrern aufgeschlossen.
Dann kommt der Kreisel mit dem Abzweig zur Kaiser-Franz-Josef's-Höhe. Wir fahren aber natürlich in Richtung Hochtor. Und da kommt erst mal eine lange steile Rampe. Obwohl die Glockner Hochalpenstraße angeblich nur bis 12% steil ist, zeigt mein Garmin an dieser Stelle immer 14% an. Und mein Gefühl, dass schon ganz gut geschult ist, stimmt eher dem Garmin zu als der offiziellen Version.
In der Rampe kann ich die anderen Fahrer sehen die vor mir sind, denn nach einer Spitzkehre fahren die mir jetzt „einen Stock höher“ entgegen. Nachdem ich die Spitzkehre und damit zum Glück auch die Rampe hinter mir habe, kann ich wiederum die Fahrer hinter mir sehen, die gerade in diesen letzten Teil des Anstiegs fahren.
Ab hier gibt es ja einige Kehren, und da steht auch immer die aktuelle Höhe angeschrieben. Eher demotivierend in diesem Moment, denn es sind noch über 500 Höhenmeter. Das fiese an dieser Steigung ist, dass sie einfach nicht nachgibt, und dass sie halt auch recht lang ist. Mittlerweile fühle ich mich wirklich elend. Die Beine treten zwar noch oft 260 oder 270 Watt, manchmal aber auch nur 230 Watt. Das Isogetränk ist brutal gemischt, beim ersten Schluck falle ich fast vom Fahrrad, beim zweiten wird mir kurz schlecht. Ich trinke Wasser hinterher, dann geht’s.
Obwohl ich das mit dem Iso Getränk wegstecke könnte ich kotzen, einfach vor Anstrengung. Jetzt ist es Quälerei. Ich habe zwar keinen Einbruch wie am Lukmanier beim Alpenbrevet letztes Jahr, aber es fühlt sich nur noch elend an. Die Beine treten brav, aber ich will jetzt lieber nicht radfahren, schon gar nicht berghoch. Ab und zu fahre ich an der Kamera vorbei, dann versuche ich nochmal einigermaßen gut auszusehen, aber das gelingt nicht wirklich.
Ich brülle dem Berg entgegen, was für ein elender Drecksberg er doch sei, aber die Reaktion bleibt aus. Die Steigung immer schön im zweistelligen Prozentbereich, noch immer gefühlte tausend Kehren zu fahren, argh! Ich beschließe mein Blog umzubenennen in „steilbergabmitRückenwind.com“ oder so ähnlich.
Aber wie sagte schon der österreichische Radphilosoph Franz Venier: „jeder Tritt, jede Kurbelumdrehung bringt dich näher ans Ziel“. Dabei arbeiten die Beine eigentlich noch ganz gut. Zwar höre ich von den anderen keine solchen emotionalen Ausbrüche, aber überholen tut mich auch keiner. Im Gegenteil ich schließe sogar noch auf einen Fahrer aus der Vierergruppe, die ich nicht mehr erreicht habe, auf.
Dann kann man erstmals das Hochtor sehen. Zum Glück kenne ich die Strecke, sonst wäre ich erschrocken über die Wand die sich dort scheinbar entgegenstellt. Aber auch so ist es noch beeindruckend genug. Noch etliche Serpentinen sind zu fahren, noch über 250 Höhenmeter.
Es ist Quälerei, aber ich kann nicht sagen das die Beine ihren Job nicht machen. So schraube ich mich brav weiter nach oben, auch wenn ich mich irgendwie schlecht dabei fühle. Und dann sind es nur noch zwei Serpentinen, und schließlich geht es die letzte Rampe hoch. Mit letzter Kraft arbeite ich mich nach oben, das Miststück von Berg gibt auch auf den letzten Metern nicht nach. Aber letztlich bin ich im Tunnel, im Hochtor. Endlich. Zwischenabfahrt. Die kenne ich sehr gut. Hier werde ich nicht soviel verlieren wie auf mancher Abfahrt zuvor.
Ich kenne sogar die Stelle kurz vorm Mittertörl, wo der Wind meist heftig vom Berg herunter quer zur Fahrbahn weht. Auch diesmal, aber wenn man vorbereitet ist, dann geht’s, trotz Hochprofilfelgen.
An der Fuscher Lacke vorbei in den Gegenanstieg, noch diesen Gegenanstieg, dann ist erst mal der Gipfel der heutigen Etappe erreicht. In der Abfahrt erhole ich mich einigermaßen, die Beine treten im Gegenanstieg nach kurzer Anlaufschwierigkeit durch die heftige Abkühlung wieder 270, 280 Watt.
Und auch wenn es sich erst etwas zäh fährt, ist doch die Stelle kurz vor der Kehre zum Parkplatz, durch den Fels hindurch, schnell erreicht. Puh, das war hart.
An der Verpflegungsstation esse ich Obst und Kuchen, tausche die Flaschen und ziehe meine Regenjacke an. Bis jetzt hat das Wetter super gehalten, aber hier oben ist es sehr kühl, und die Abfahrt bis Bruck ist lang.
Diese Abfahrt kenne ich ja sehr gut, und so bin ich auch hier nicht so langsam wie z.B. am Staller Sattel. Oben ist es schon recht frisch, und meine immer noch lädierten Hände kriegen es wieder ordentlich ab. Rechts sind drei Finger taub, ich glaube ich muss nochmal mit dem Lenker experimentieren, so ist das Mist.
Zunächst habe ich das Gefühl, sobald ich über 60 km/h fahre kommt im Kopf die Sperre und ich bremse etwas ab. Wohl doch noch ein paar Nachwirkungen vom Sturz am Pico Veleta. Aber dann schließen zwei, drei weitere Fahrer zu mir auf, einer überholt sogar, aber ich bleibe dann doch dran. So komme ich heute wenigsten auf knapp 79 km/h in der Spitze, wobei es natürlich auch noch schneller gehen sollte.
Anyway, zu meinem Erstaunen schaffe ich es dranzubleiben, so dass sich unten in Richtung Fusch, wo es deutlich flacher wird eine größere Gruppe bildet, mit einem Fahrer der wartet und weiteren die noch aufschließen.
Eine große Gruppe ist natürlich super, denn so kann man das Tempo hochhalten und hat doch genügend Möglichkeit wieder im Windschatten zu regenerieren. Aber schnell stellt sich heraus, dass es in dieser Gruppe zunächst genauso nervös zugeht, wie in der Gruppe vor Heiligenblut. Noch dazu hauen die unheimlich rein, so dass ich selbst im Windschatten kämpfen muss um dranzubleiben. Und jedesmal wenn die Führung wechselt, muss ich über 400 Watt treten um dranzubleiben, wenn ich selbst führe versuche ich das Tempo zu halten und nicht über 350 Watt zu treten.
Nach Bruck ist die Strecke etwas verwinkelt, führt über einen Fahrradweg, über Bahnschranken, immer wieder mit 90° Abbiegungen, so dass die Gruppe kaum in einen guten Rhythmus kommt. Nach den Kurven und Abbiegungen muss ich immer wieder volle Power geben, um dranzubleiben, ich glaube nicht, dass ich in dieser Gruppe bis ins Ziel überlebe.
Der Anstieg auf den Glockner hat mich doch ganz gut ausgesaugt, und jetzt diese Powergruppe, einige superstarke Fahrer, dazu die nervösen, unrhythmischen Wechsel, zwischendurch Verkehr, und leichte Anstiege in denen ich bis über 400 Watt treten muss, ich kämpfe ums Überleben.
Die Kilometer rauschen nicht so dahin wie gestern, aber irgendwann sind wir bei Kilometer 110. Und auch das mit dem verwinkelten Kurs hat bald ein Ende und wir fahren endlich wieder Straße, wenn auch mit viel Verkehr.
Aber ich kämpfe wirklich am Limit, je nachdem wer die Führung übernimmt, kostet mich das jedesmal viel Kraft. Wenn ich selbst führe gebe ich mittlerweile ca. 330 Watt, manchmal auch mehr. Dafür gebe ich dann lieber etwas früher ab. Ich bin aber nicht der einzige in der Gruppe, der hart kämpfen muss. Zwei, drei fahren aber sehr sehr stark.
30 Kilometer vor dem Ziel zweifle ich, ob ich dran bleiben kann, hoffe fast, dass wir eine langsame Gruppe überholen, der ich mich anschließen kann. Aber ich kämpfe doch weiter. Und auch die anderen scheinen das Ziel herbeizusehnen.
20 Kilometer vor dem Ziel beschließe ich keinesfalls aufzugeben und mit der Gruppe ins Ziel zu fahren, und dann kommt die Ansage noch 7 Kilometer. Mein Garmin zeigt zwar was anderes an, aber ich nehm's mal hin. Und dann steht da plötzlich schon das Ortschild von Neukirchen.
Nochmal geht es rechts ab, und plötzlich werden die Jungs hektisch, denn noch einmal um die Ecke, dann kommt schon das Ziel. Fast gibt es noch einen Sturz in der Kurve, ich rolle locker aus, einige sprinten was das Zeug hält. Und dann ist auch diese Etappe überstanden.
Selten habe ich im Ziel lockerer ausgesehen, dabei war es für mich der wohl härteste Tag. Ich spüre mein rechtes Bein etwas, kein Schmerz, aber eine Andeutung von Ziehen, ich hoffe morgen komme ich auf's Rad...
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